Landschaftsarchitektin Brigitte Horak stellte in der vergangenen Ratssitzung den Entwurf für den Gehwegausbau des zweiten Bauabschnitts der Bahnhofstraße vor. Dazu gab es bereits eine Abstimmung mit dem Landratsamt "und jetzt geht es um die Weiterentwicklung, damit das Vorhaben genehmigt werden kann".

Im Bild stellte die Planerin verschiedene Bereiche vor und erklärte, dass für Fahrbahn und Rinnen das Landratsamt zuständig sei, während der Gehweg Sache der Gemeinde ist. Es soll gepflastert werden und Senkungen so angelegt, dass sie nachträglich in das Förderprogramm aufgenommen werden können. Bürgermeisterin Gerlinde Stier äußerte dazu, dass sich die Ratsrunde entschlossen habe, den Gehsteig komplett zu erneuern, "die Vorgabe des Amtes zur Straßenbreite bleibt".

Bei den Planungen wurde auf die Rinnen aus Granit-Kleinstein, Beton-Rundborde als Bordstein, tiefere Einfahrten, Betonpflaster mit enger Fuge für den Gehwegbereich - "rötlich oder muschelkalkfarben" - und "rollstuhlüberfahrbare" Einfahrten hingewiesen, da der Gehweg zu beiden Seiten der Straße ausgebaut werden soll.

Vorgeschlagen sind auch einige wenige Stellen, die mit Grünbewuchs oder Rebstöcken bereichert werden könnten, was aber noch mit den Anliegern abgestimmt werden müsse. Diskutiert wurde über den Bereich bei der Raiffeisenbank, für den die Architektin rötliches Betonpflaster vorschlug. Dieter Brunner konnte sich eine geschwungere Rinnenführung vorstellen, "um diese Gefahrenstelle zu entschärfen".

"Es wird nicht gebaut wie ursprünglich geplant, da Spundwände wie früher nicht mehr zulässig sind."
Gerlinde Stier, Bürgermeisterin

Dem hielt die Planerin entgegen, dass die Sicherheit der Fußgänger wichtiger sei als die für die Autofahrer. Willi Köhler schlug vor, mit der Raiba zu reden, ob der Gehweg durchgezogen angelegt werden könne, in dieser Sache wird die Bürgermeisterin mit Vertretern der Bank und des Landratsamtes sprechen. Verbessert werden soll auch die Engstelle beim Anwesen Binder und der Gehweg im südwestlichen Bereich muss noch in das Förderprogramm aufgenommen werden.

Zum weiteren Vorgehen erläuterte die Architektin, dass der Entwurf nun dem Amt für ländliche Entwicklung vorgestellt wird und dann in die Ausschreibung kommt. Die Gesamtkosten sind mit etwa 270.000 Euro angesetzt, die Bürgermeisterin rechnet mit der Umsetzung der Maßnahme im kommenden Jahr, da auch wegen des Glasfaserausbaus auf beiden Seiten noch mit dem Ingenieurbüro geredet werden muss, "der wäre sinnvoll".

Zur derzeitigen Situation in Sachen "Kanalsanierung" informierte die Bürgermeisterin, dass ein zweites Gutachten wegen Wasser und Feinsand im Untergrund beauftragt wurde, das festgestellt habe, dass sowohl Grund- als auch Drainagewasser vorkomme. Daraufhin habe es einen Termin mit Vertretern der Baufirma Ullrich-Bau gegeben, da ursprünglich nicht von Grundwasser ausgegangen worden sei "und die Firma erklärte, dass sie unter den jetzigen Bedingungen nicht weiter arbeiten kann".

Man habe sich schließlich darauf geeinigt, dass die Firma vom Anwesen Binder bis zur Pfarrgasse nicht weiter macht, "aber dann weiter vom Anwesen Meyer bis Emmert, der Bereich zwischen Binder und Pfarrgasse wird neu ausgeschrieben". Zur finanziellen Seite erklärte die Bürgermeisterin, dass man sich über finanzielle Forderungen der Firma gütlich geeinigt habe und das Ingenieurbüro für die besagte Stelle eine Ersatzlösung suche.

Die könnte so aussehen, dass auf dem Kanal noch ein Bypass verlegt werde, um bei Starkregen gegen die Wassermassen gewappnet zu sein. "Es wird nicht gebaut wie ursprünglich geplant, da Spundwände wie früher nicht mehr zulässig sind". Die Bürgermeisterin bedauerte, dass die Kanalsanierung wegen der großen Probleme nicht wie geplant stattfinden könne, "aber ich bin froh, dass wir eine Einigung erreicht haben".

Bekannt gegeben wurde, dass im Baugebiet "Am Graben" letzte Vermessungsarbeiten durchgeführt wurden und die Hausnummernvergabe abgeschlossen ist. Die Straßenwidmung mit dem Namen "Am Graben" wurde einstimmig beschlossen. Mit einer Mehrheit von acht gegen vier Stimmen wurde der vorhabenbezogene Bebauungsplan für die Photovoltaikanlage Düllstadt II der Gemeinde Schwarzach befürwortet.

Statt gegeben wurde dem Antrag des VfL Kleinlangheim auf zwei Fußballtore, die Gemeinde spendet 750 Euro, da auch die beiden Banken beisteuern. Die Vorstandswahl für die Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung findet am 30. Juni von 17 bis 20 Uhr im Sportheim statt. Das Weinfestival vom 15. Bis 20. Juni findet statt, es werden noch Helfer/innen gesucht.