Der Bau eines Busparkplatzes mit Pkw-Parkplätzen auf dem ehemaligen Areal der Firma Weigand bleibt weiter ein Streit-Thema im Sulzfelder Gemeinderat. Zwar haben Bürgermeister Gerhard Schenkel und die Verwaltung das Projekt in der Planungsphase vorangetrieben, aber die Ratsrunde wollte dem Ortsoberhaupt in der Ratssitzung am Dienstag nur teilweise folgen.

Der Gemeinderat bekam jetzt Fakten für das Projekt auf den Tisch. Eines der letzten Projekte im Rahmen der Mainländesanierung soll geschätzte 687 000 Euro kosten und inzwischen liegt der Förderbescheid der Regierung von Unterfranken mit einem Zuschuss von 390 000 Euro vor. Gerhard Schenkel war es wichtig, dass die Regierung auch den Bodenaustausch zur Altlastenentsorgung als zuwendungsfähige Kosten anerkannt hat.

Jetzt sollen die Ausschreibungen auf den Weg gebracht werden und der Bürgermeister hofft, dass die Ausschreibungsergebnisse bis Juli vorliegen. Fritz Staib monierte die Entwicklung der Verfahrensschritte, Heinrich Hofmann stellte das Projekt grundsätzlich in Frage und Jürgen Johanni ging nicht mit den enormen Kosten konform. Bei zwei Gegenstimmen beschloss das Gremium die Vorgehensweise mit dem Vorbehalt, dass die Gemeinde eine Ausschreibung in Auftrag gibt, ohne dass sie das Projekt damit zwingend umsetzen muss. Denn der Beschluss zur Verwirklichung soll erst nach der Vorlage der Ausschreibungsergebnisse gefällt werden.

Weitere Themen im Rat waren:

Für das Straßenweinfest wurde von der Weinfestgesellschaft ein neues Konzept erarbeitet, was unter anderem die Illumination der Wehrmauer und die Beleuchtung der Wehrtürme beinhaltet. Die Anschaffungen dafür belaufen sich auf 5000 Euro, wofür die Weinfestgesellschaft einen Zuschuss von 50 Prozent beantragt hatte. Die Räte diskutierten lange darüber, ob sie einen Zuschuss gewähren sollten, oder ob die Gemeinde die Ausrüstung alleine anschafft und dann an die Weinfestgesellschaft vermietet. Die große Mehrheit lehnte einen Kauf durch die Gemeinde ab und stimmte dafür, der Weinfestgesellschaft die Hälfte des Anschaffungspreises als Zuschuss zu gewähren.

Die Ratsrunde kam überein, sich ein Angebot über Car-Sharing beim Energieversorger N-ergie vorlegen zu lassen. Denn für den Bauhof wäre laut dem Bürgermeister ein weiteres Fahrzeug notwendig, weshalb sich ein Kauf oder Leasing anbieten würde.

Die Gemeinde beteiligt sich am 9. September am internationalen Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Entdecken, was verbindet“. Die Denkmäler Papiushof, Weingut Vollert, katholische Pfarrkirche, der historische Marktplatz, das Altort-Ensemble an sich und der Bürgersaal des Rathauses werden für die Öffentlichkeit geöffnet sein.

Die Ratsrunde lehnte eine Anfrage des „Kultradio“ aus Bayreuth zur kostenpflichtigen Ausstrahlung von Kampagnen-Radiospots für das als „Genussort in Bayern“ ausgezeichnete Sulzfeld ab.