Glücklicherweise relativ glimpflich ist am Donnerstagnachmittag die Kollision eines Güterschiffes mit einem liegen gebliebenen Sportboot auf dem Main bei Albertshofen ausgegangen. Der Führer des Sportbootes rettete sich noch rechtzeitig mit einem Sprung ins Wasser. Der Schaden in Form von Kratzern am Sportboot wird auf 150 Euro geschätzt. Die Wasserschutzpolizeigruppe Würzburg hat die Ermittlungen aufgenommen.

Wie das Polizeipräsidium Unterfranken mitteilt, war gegen 14.15 Uhr der 36-jährige Sportbootfahrer flussaufwärts unterwegs. Vor ihm fuhr in gleicher Richtung ein großes Güterschiff, das von einem 49-jährigen Niederländer gesteuert wurde. Während das Sportboot das Güterschiff überholte, fiel dessen Außenbordmotor nach ersten Erkenntnissen wegen Benzinmangel aus und trieb in die Fahrlinie des Gütermotorschiffes. Als der 49-jährige Führer des Güterschiffs die Situation erkannte, leitete er ein Notmanöver ein. Durch dreimaliges Hupen wurde der 36-jährige Sportbootfahrer auf die gefährliche Situation aufmerksam und sprang aus seinem Boot in den Main. Der Zusammenstoß ging bedingt durch einen günstigen Auftreffwinkel relativ glimpflich aus, weil auch durch die Bugwelle des Gütermotorschiffs das Sportboot abgedrängt wurde. So entstanden nur Kratzer.

Nach der Kollision schwamm der Sportbootführer wieder zu seinem Boot, aktivierte den Ersatztank und entfernte sich anschließend ohne sich um den Unfall zu kümmern. Der sichtlich geschockte Schiffsführer wer erst nach einer viertel Stunde in der Lage, die Polizei zu verständigen.

Die Wasserschutzpolizeigruppe der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt hat die Ermittlungen zum Schiffsunfall aufgenommen. Es werden nach derzeitigem Sachstand dem Sportbootführer mehrere Verkehrsverstöße zur Last gelegt.