1907 wurde sie gebaut – 2025 könnte die Sanierung der Straßenunterführung unter der Bahnstrecke in der Enheimer Straße beginnen. Ob das tatsächlich auch stattfinden wird, "da gehen die Meinungen auseinander", sagte Bürgermeister Harald Kopp in der Sitzung des Marktbreiter Stadtrats am Montagabend.

Klar ist jedenfalls: Die Planfeststellung für das Bauvorhaben "Erneuerung der EÜ (Eisenbahnüberführung) Enheimer Straße" läuft derzeit und der Stadtrat ist zur Stellungnahme aufgefordert. Die gab es auch, wohl sehr umfangreich und mehrere Punkte umfassend. Das alles, wie auch der Beschlussentwurf, lag allerdings lediglich den Räten im elektronischen Ratsinformationssystem vor, so dass eine umfangreichere Berichterstattung darüber nicht möglich ist. Am Ende wurde ein einstimmiger Beschluss gefasst.

Etwas konfus verlief anschließend die Sitzung zu Anträgen der Freien Wählergruppe Gnodstadt, die sich wohl mit Photovoltaikanlagen auseinandersetzten und wiederum der Öffentlichkeit nur in Ausschnitten vorlagen. Um mehr Solaranlagen auf Dächern im Ortsgebiet errichten zu können, ist eine Änderung der Gestaltungssatzungen nötig, stellte die Verwaltung fest.

Mitten in der Abstimmung darüber intervenierte Rätin Christiane Berneth mit dem Vorschlag, dazu einen Arbeitskreis zu schaffen. Nach ausführlicher Diskussion und Abstimmung über einen Punkt, der weder auf der Tagesordnung stand noch eine Dinglichkeit beinhaltete, beschlossen die Rätinnen und Räte dann einstimmig, die Gestaltungssatzung zu ändern und den Stadtplaner zu beauftragen.

Bei Freiflächen-Solarparks möglichst Bürgerschaft finanziell beteiligen

Bei einer Gegenstimme kamen die Ratsmitglieder zum Schluss, bei Freiflächenanlagen auf öffentlichen Flächen vorrangig eine Bürgerbeteiligung zu favorisieren. Je nach Größe der Anlage hatten die Gnodstädter noch eine vierstufige, städtische Förderung von Solaranlagen auf Privatdächern beantragt. Hier war der Beschluss, die Verwaltung zu beauftragen, zusammen mit dem Städteplaner das kommunale Förderprogramm zu überarbeiten und erst dann "einen entsprechenden Fördertatbestand" zu prüfen, schon einstimmig gefallen, als Manfred Kraus das Wort ergriff. Ihm fehlten hier die konkreten Fördersätze, die im Antrag aus Gnodstadt formuliert waren. In einer erneuten Abstimmung wurde der zunächst einstimmige Beschluss dann mit vier Gegenstimmen aus Gnodstadt gefasst.

Knapp 50 Hektar Fläche in der Gemarkung Gnodstadt bei einer Bonität der Böden von maximal 45 Punkten erfüllen die Voraussetzungen, um mit Freiflächenphotovoltaikanlagen bebaut zu werden. Da erst etwas über fünf Hektar Fläche genutzt sind, bleibt hier noch Potential für weitere Anlagen. Dem Stadtrat lag am Montagabend ein Antrag für eine Fläche von etwas über vier Hektar Solarfeld vor, bei einer Bodenbonität von etwas über 44 Punkten. Das Areal befindet sich "östlich der KT 18".

Warum am Ende Harald Kopp, Marion Frischholz und Christine Müller gegen den Antrag stimmten, machten diese nicht deutlich. Erst wenn weitere Pläne vorliegen, entscheidet die Stadt über die folgenden Schritte zur Änderung des Flächennutzungsplans und der Aufstellung eines Bebauungsplans. Die Kosten dafür trägt dann der Bauwerber.

Die Firma Knauf darf die an sie verpachtete Fläche mit Schiffsentladestelle an der Hafenstraße sanieren. Neben dem Bau einer Rundstraße wird die Spundwand erneuert und eine Straßenbeleuchtung installiert. Über die Intensität der Nutzung konnte der Bürgermeister keine Angaben machen. Er vermutete aber, dass kein stationärer Kran zur Entladung der Schiffe gebaut werde.