Auf seiner 200 Städte umfassenden 100-Tage-Reise durch Deutschland machte Michael Bilharz mit seinem Lastenrad und CO2-Klima-Tonne in Kitzingen Station. Die Umweltreferenten der Stadt Uwe Hartmann und des Landkreises Klaus Sanzenbacher begrüßten den Gast gemeinsam mit Bürgermeistern und den Weinprinzessinnen Alicia (Abtswind) und Sophie (Wiesenbronn) sowie einer Abordnung der Kreisgruppe Kitzingen im Verkehrsclub Deutschland (VCD), der sich für die Wiederbelebung der Steigerwaldbahn stark macht.

Auf seiner bis 3. Oktober laufenden Tour hat Bilharz als Initator der Klimawette inzwischen 19 Städte besucht, zuletzt Ochsenfurt. Zusätzlich als Stopp aufgenommen wurden Gerolzhofen und Schweinfurt – der Steigerwaldbahn wegen.

Bilharz hat sich vorgestellt, dass eine Millionen Bürger bis zum nächsten Klimagipfel eine Million Tonnen CO2 einsparen. Jeder könne individuell einen eigenen Beitrag leisten, indem er Glühbirnen gegen LED-Lampen austauscht, eine Sparbrause zum Duschen installiert, einen Monat auf Fleisch verzichtet oder autofrei zur Arbeit fährt. Über die Internetadresse www.dieklimawette.de könne jeder seinen Beitrag registrieren lassen und in der Städteliga seine Heimatstadt unterstützen.

Drohende Konsequenzen aufzeigen

Bilharz hat sich eine Teilnahme von 1,5 Prozent der Bevölkerung vorgestellt, für Kitzingen wären das 352 Personen. Sie könnten einen markanten Anstoß für CO2-Einsparung geben. Er räumte ein, dass die Begrenzung auf einen maximalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad zu erreichen eine weltweite Herausforderung sei. Die Politik tue zwar etwas, aber zu wenig. Daher müssten jedem Bürger immer wieder die drohenden Konsequenzen aufgezeigt werden. Es gehe nicht mehr alleine um Bewusstseinsbildung sondern darum Erfordernisse aufzuzeigen.

Eigenes Klima-Drachenboot

Rund 40 Bürger verfolgten die Vorstellung der Wette. Hartmann und Sanzenbacher nahmen die Wette für die Stadt und den Landkreis an. Als Wette setzte Uwe Hartmann ein Drachenbootrennen entgegen, das beim nächsten Weinfest 2022 stattfinden soll. An den Rudern sollen dann Stadträte und Stadtverwaltung sitzen, die Mannschaft soll die Bezeichnung "CO2-Killer" führen. Damit könne zur Begeisterung der Zuschauer aufgezeigt werden, dass man gemeinsam und mit Muskelkraft einfach etwas zum Klimaschutz beitragen könne.