Zu tun hat Klaus Schneider immer irgend etwas. Wenn der Wiesentheider Künstler nicht gerade in seinem Atelier ist, dann verbringt er viel Zeit in seinem Garten. Das Kleinod am Ortsrand ist allein schon ein Kunstwerk, das der 78-Jährige mit künstlerischem Blick pflegt.

Was seine Werke betrifft, lässt er seine Gedanken immer wieder auch zu aktuellen Themen einfließen. Zuletzt war das der Klimawandel, der nicht nur die jüngere Generation, sondern auch ihn beschäftige, wie er sagt. Da inspirierte ihn der Stamm eines Lindenbaumes, den ihm Bekannte vorbeibrachten. Die Linde war bei einem Sturm umgerissen worden.

Klaus Schneider bearbeitete sie. Seine Idee war es, oben auf den 2,20 Meter langen Teil des Stamms den Erdball zu setzen, der unten von vielen Händen gehalten wird. Dazu zeichnete Schneider die Hände seiner Enkelin auf Karton ab und modellierte sie später quasi in das Holz. "Unsere Erde braucht schützende Hände. Gerade die jungen Menschen setzen sich dafür ein, es geht ja um ihre Zukunft", erklärt er dazu.

Beschäftigt hat Klaus Schneider auch die Corona-Zeit. Er sei selbst nicht davon betroffen gewesen, gefehlt haben ihm aber vor allem die Kontakte zu den anderen Menschen, zu Freunden. Hier sei es ähnlich, wie beim vorherigen Thema. Die Menschen müssten sich einfach solidarischer zeigen mit ihren Mitmenschen, findet er. Was sei dann so schlimm daran, eine Maske zu tragen, wenn man andere damit schütze?

Diejenigen, die es erwischt habe, kämen ohne Hilfe nicht wieder hoch, so Schneider. "Der eine trage des anderen Last": Um das zu verdeutlichen, hat er eine Skulptur mit dem Titel "Die Last des Alltags", geschaffen.

Wie viele seiner Künstler-Kollegen hofft Klaus Schneider, dass künftig wieder mehr Ausstellungen stattfinden können. Kunst bereichere den Alltag und dürfe nicht in Vergessenheit geraten.