Der Kleintierzuchtverein Kitzingen und Umgebung lädt am Sonntag, 5. September, von 10 bis 16 Uhr, zu einem Tag der offenen Ställe am Lerchenbühl 2a in Kitzingen ein.

Mit dieser zehnten Veranstaltung des Vereins geht coronabedingt eine lange Zeit ohne öffentliches Auftreten zu Ende. Die 115 älteren Mitglieder und zehn Jugendlichen durften anstelle der monatlichen Treffen ohnehin nur quartalsweise zu Besprechungen zusammenkommen."Es ist die erste größere Veranstaltung seit vielen Monaten", bilanziert Vorsitzender Uwe Hartmann.

Überraschend 22 neue Mitglieder

Die Einschränkungen haben im Verein Spuren hinterlassen. Zwar bekam der Kleintierzuchtverein überraschend 22 neue Mitglieder, die aber kamen eher aus praktischen Gründen. Es seien vorwiegend jüngere Hausfrauen, die sich Hühner halten wollten. Sie wussten nichts von der in Deutschland geltenden gesetzlichen Hühnerimpfpflicht (viermal im Jahr). Der könnten sie auch beim Tierarzt nachkommen, als Mitglied im Kleintierzuchtverein ist das Impfen aber deutlich preisgünstiger.

Ältere Mitglieder hingegen haben ihre seit Jahrzehnten konstanten Tierbestände wegen fehlender Ausstellungsmöglichkeiten sehr reduziert, denn viele Aufgaben, wie das Führen des Zuchtbuches, mussten trotzdem fortgeführt werden.

Aber auch jüngere Zuchtbegeisterte waren von den Einschränkungen betroffen. Sie wollen ihre Zuchterfolge von unabhängigen Schiedsrichtern begutachtet wissen. Eine fehlende fachliche Beurteilung wird als eher nachteilig gesehen, so dass auch hier der Elan aus Sicht des Vorsitzenden nachgelassen habe.

Während der Zeit der Einschränkungen erwies sich die vereinseigene Zuchtanlage mit rund 8500 Quadratmetern Fläche und sechs Parzellen mit zwölf Züchtern als vorteilhaft, denn alle gehaltenen Tiere mussten regelmäßig betreut werden.

Tag der offenen Ställe

Zum Tag der offenen Ställe bietet der Verein Führungen um 10.30, 13 und 15 Uhr an. Speziell für jüngere Kleintierfreunde ist eine Kinderführung um 11.30 Uhr geplant. Gezeigt wird Rassegeflügel, dazu Zier- und Wildgeflügel sowie als Besonderheit ein Aufzuchtgehege von örtlichen Jägern, wo Fasanen zur Auswilderung 2022 nachgezogen werden. Ziel ist die Stärkung des Bestandes, dessen Hege und Pflege.

Beim Rassegeflügel wird mit dem Augsburger Huhn ein Tier gezeigt, das auf der roten Liste für vom Aussterben bedrohte Tierarten geführt wird, ebenso ein Zwergrheinländer.

Neben einem Mittagstisch wird außerdem Kaffee und Kuchen angeboten und die Mitglieder stehen für die Fragen der Besucher jederzeit zur Verfügung.