Seinen 90. Geburtstag feierte am Freitag Eduard Höhn, langjähriger Wirt des Kleinlangheimer Landgasthofs "Zum Bären". Er ist weit über seinen Heimatort hinaus bekannt. Als waschechter "Kleelangemer" im elterlichen Anwesen in der Hauptstraße aufgewachsen, lernte er schon während der Schulzeit harte körperliche Arbeit kennen, da nicht nur in der Gastwirtschaft, sondern auch im elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb zugelangt werden musste.

Nach der Volksschule besuchte er die Landwirtschaftsschule. Höhn hat auch die großen Umwälzungen in der Landwirtschaft mitgemacht, die zum Beispiel bei der Getreideernte vom Mähen mit der Sense bis hin zum Einsatz des Binders und schließlich des Mähdreschers reichten. Der Heirat 1956 mit Brigitte Pape entstammen drei Kinder und zum Jubelfest gratulierten auch sechs Enkelkinder. 1964 übernahmen der Jubilar und seine Frau die Gast- und Landwirtschaft, der Betrieb wurde bis 1997 geführt und dann an Sohn Eckhard übergeben. 2016 konnte das Ehepaar noch die Diamantene Hochzeit feiern.

Einsatz für viele örtliche Vereine

Das hohe Ansehen, das Eduard Höhn in seinem Heimatort genießt, rührt auch von seinem Einsatz für die Kleinlangheimer Vereine her. 40 Jahre war er im Posaunenchor aktiv, der es sich nicht nehmen ließ, zum Fest ein Ständchen zu bringen, ebenso die Truppe des Männerchors, der er viele Jahre angehörte und die mit beliebten Weisen die Feier umrahmte. 28 Jahre war er Aktiver bei der Freiwilligen Feuerwehr, der er auch als Hornist diente.

Wissen und Erfahrung stellte er auch der Schützengilde, dem VfL, dem er seit der Wiedergründung 1946 angehört, dem Obst- und Gartenbauverein , dem Förderkreis Kirchenburg, dem Radfahrerverein, der Soldatenkameradschaft und dem VdK-Ortsverband zur Verfügung. Die Vertreter der genannten Vereine bedankten sich bei der Gratulationsgala für Höhns langjährige Treue. Bürgermeisterin Gerlinde Stier, die für die Gemeinde gratulierte, hob die Funktionen hervor, die ein solches Gasthaus für einen Ort beinhalte: "Was wäre Kleinlangheim ohne den Bärenwirt!"

Nach ersten gesundheitlichen Rückschlägen und dem Tod einer der beiden Töchter im Jahr 2013 und seiner Frau 2016 versuchte Höhn, dem Schicksal zu trotzen. Seine Kronjuwelen-Konfirmation feierte er in diesem Jahr, bevor er erneut gesundheitliche Probleme bekam. Seitdem kümmert sich die Familie liebevoll um seine Pflege zu Hause.