Zur Diskussion steht derzeit in den Kommunen des Dorfschätzeverbunds das Hochwasserschutzkonzept. So auch im Kleinlangheimer Marktgemeinderat in der Sitzung am Dienstagabend im VfL-Sportheim. Eine Entscheidung wurde noch nicht getroffen, man einigte sich zunächst auf die Formulierung, dass man dem Konzept zustimme, wenn auch die anderen Mitgliedsgemeinden dafür sind.

Bürgermeisterin Gerlinde Stier erinnerte daran, dass sich der Kleinlangheimer Rat schon im nichtöffentlichen Teil der vergangenen Sitzung mit der Thematik beschäftigt hatte. Als Grundlage für die Kostenaufteilung nannte sie den Verursacheranteil für alle Flächen, "die Wasser führen und ableiten." Sie bilden die Berechnungsgrundlage der Kosten für das vorgesehene große Rückhaltebecken im Grenzbereich von Rüdenhausen, Wiesenbronn und Kleinlangheim mit rund 900 000 Euro, wovon Kleinlangheim 18 Prozent zu tragen hätte.

Die Gesamtkosten für alle Arbeiten zur Hochwasservermeidung belaufen sich für Kleinlangheim auf gut eine Million Euro. Da die Umsetzung aller Maßnahmen über das Wasserwirtschaftsamt mit etwa 75 Prozent gefördert werde, belaufe sich der Kleinlangheimer Anteil auf etwa 250 000 Euro, die aber über Jahre zurückgezahlt werden könnten.

Beteiligung anderer Gemeinden ist Voraussetzung

Die Finanzierung funktioniere aber nur dann, wenn sich auch die anderen Gemeinden beteiligen, was im Rat mit der Frage kommentiert wurde, was mit der Gemeinde Castell sei, die schon ausgestiegen sei. "Ich kann die ganze Diskussion nicht verstehen und nachvollziehen, da sich alle Kommunen schon 2015 für das Hochwasserschutzkonzept ausgesprochen haben und die Kosten überschaubar sind", meinte die Bürgermeisterin dazu.

Sie verwies darauf, dass Schwarzach Leidtragender wäre, wenn aufgrund neuer Sachverhalte auch neue Beschlüsse getroffen würden, "das ist dann der Anfang vom Ende". Werner Krauß wandte ein, dass 2015 niemand wusste, was auf die Gemeinden zukomme. Einige Ratsmitglieder kritisierten das Verhalten Castells, da das meiste Wasser des Gründleinsbaches aus Casteller Territorium komme. Schließlich stimmten alle Kleinlangheimer Ratsmitglieder für die schon genannte Formulierung.