Im vergangenen Jahr leistete Volkachs Feuerwehr über 2000 Stunden ehrenamtlichen Dienst. Diese beeindruckende Bilanz zog Kommandant Fred Mahler auf der Jahreshauptversammlung. Insgesamt 46 Mal rückten die aktuell 53 Aktiven aus. Glücklicherweise heuer jedoch nur zu kleineren Bränden ohne Verletzte.

Die Palette reichte vom gerade noch rechtzeitig bemerkten Dachstuhlbrand, über brennende Mülltonnen bis hin zur brennenden Papiertüte am Fahrbahnrand, für die nachts um 2 Uhr alle Aktiven aus dem Schlaf gerissen wurden. 28 mal rückte die Wehr zur technischen Hilfeleistung aus und half bei Verkehrsunfällen oder beseitigte Sturmschäden. Eine Kuriosität am Rande: 2014 war kein gutes Jahr für Volkachs Katzen, dreimal musste die Wehr zur Kleintierrettungen ausrücken und verängstigte Katzen von Bäumen oder aus anderen misslichen Lagen befreien. Um fit für die Einsätze zu sein, übten die Aktiven 550 Stunden in zwei Einsatzgruppen, einer Atemschutz-, einer Maschinen-, und einer Bootsgruppe. Hinzu kamen Schulungen und Besprechungen.

Der Jugendfeuerwehr unter Jugendwart Holger Will gehören elf Jugendliche an. Man trainierte eifrig und nahm erfolgreich am Wissenstest sowie am Landeswettkampf in Freystadt teil. Für die unter Zwölfjährigen bietet die Wehr in zwei Gruppen (Feuermelder und Feuerwehrmäuse) ein spielerisches Heranführen an den Feuerwehrdienst in Gruppenstunden an. 16 Kinder und sieben Betreuer haben dabei viel Spaß, berichtete Gruppenleiter Steven Bokemper.

Der 224 Mitglieder starke Feuerwehrverein koordinierte die sozialen Aktivitäten der Feuerwehr. Ein Höhepunkt war für den Vorsitzenden Egon Gabauer dabei die Boot- und Fahrzeugweihe im Mai mit 400 Gästen. Der Vereinsausflug, die Beteiligung an der Ferienpassaktion, dem Weinfest und der Weihnachtsstraße sind Klassiker im Jahresprogramm.

Eine kleine Änderung gab es in der Führungsriege des Vereins: Andreas Einwag wurde zum Schriftführer gewählt. Er löst Manfred Werdecker ab, der aus beruflichen Gründen das Amt nicht mehr ausüben kann. Für Kommandant Mahler steht 2015 die verstärkte Ausbildungstätigkeit auf dem Programm der Wehr. So soll es etwa eine technische Ausbildung Bahn mit der Deutschen Bahn und dem Verein Mainschleifenbahn geben, die in eine Großübung „Bahn“ Ende des Jahres mündet. Weitere Großübungen sind am Bürgerspital, am Krankenhaus und am Main geplant. Außerdem gilt es 2015 den Digitalfunk einzuführen.

Einen dringenden Wunsch schickte Mahler noch Richtung Stadt. Die 24 Atemschutzträger bräuchten endlich vollständige Schutzkleidung. Es fehlten immer noch etliche Überjacken und Überhosen, was auch eine Frage der Sicherheit für die Einsatzkräfte sei.