Einen Wechsel an der Spitze des Vereins gab es jüngst bei der Sing- und Musikschule Steigerwald . In der Mitgliederversammlung wurde mit Klaus Köhler der neue Bürgermeister Wiesentheids an die Spitze der als eingetragener Verein firmierenden Einrichtung gewählt. Er folgt auf Werner Knaier. In der Versammlung berichtete Musikschul-Leiter Hans-Joachim Krämer zudem, mit welchen Schwierigkeiten die Schule zuletzt in der Corona-Zeit zu kämpfen hatte.

Der scheidende Werner Knaier bedankte sich zuvor für die sieben Jahre, in denen er den Vorsitz inne hatte. "Es war immer eine schöne Aufgabe, die Musikschule zu leiten und bei den Konzerten und Veranstaltungen dabei sein zu dürfen." In den vergangenen Jahren musste die musikalische Erziehung der Kinder und Jugendlichen "schwierige Zeiten", wie Knaier es nannte, überstehen. Die eingeführte Ganztagsschule habe die Gewinnung und Motivation des Nachwuchses nicht leichter gemacht. Gut sei, dass man auch nahezu alle Lehrkräfte behalten konnte. Knaier will auch weiter mit der Einrichtung verbunden bleiben.

Neben dem neuen Vorsitzenden Klaus Köhler wurde Prichsenstadts Bürgermeister Rene Schlehr zum zweiten Vorsitzenden gewählt. Zu Kassenprüfern wurden außerdem die Bürgermeister Jürgen Schulz (Abtswind) und Christian Hähnlein (Castell) bestimmt.

Anmeldefrist für das neue Schuljahr läuft noch bis 1. Juli

Der fachliche Leiter Hans-Joachim Krämer berichtete kurz über den aktuellen Stand. Derzeit habe man 240 Mitglieder, ob es wegen des Unterrichtsausfalls zu Austritten komme, wisse man noch nicht. Die Anmeldefrist für das neue Schuljahr läuft noch bis 1. Juli, erst dann könne man sehen. Zuletzt musste der Unterricht in der musikalischen Früherziehung für Kinder zwischen drei und sieben Jahren komplett ausfallen, so Krämer. Für die gesamten Lehrkräften habe man für die vergangenen  Wochen Kurzarbeit beantragt.

Für viel zusätzliche Arbeit habe zuletzt außerdem der Punkt Datenschutz gesorgt, so Krämer. Wegen der Schließung bot die Schule Online-Musikunterricht an. Dazu mussten von allen Eltern das schriftliche Einverständnis eingeholt werden. Nun wurde per Satzung geregelt, dass dies bei künftigen Schließungen nicht noch einmal nötig wird.