Fast zweieinhalb Jahre habe das Singen unter der Pandemie gelitten; die Sängergruppe Kitzingen habe in dieser Zeit etliche Chöre verloren. Mit dien Worten eröffnete der Vorsitzende des Gesangvereins 1910 Kleinlangheim, Guntram Zielonka, den Liedernachmittag in der Kirchenburg, in dessen Mittelpunkt zahlreiche Ehrungen standen.

Bei solchem Wetter in der Kirchenburg singen zu dürfen, bezeichnete Bürgermeisterin Gerlinde Stier als etwas Besonderes, denn man könne die Gemeinschaft genießen und dürfe sich freuen, dass der Kinderchor „Young Voices“ erstmals dabei sei.

Alle Lieder, die gesungen werden, sollten in die Seele gehen, wünschte sich Sängergruppenvorsitzende Elke Kuhn, die zusammen mit Bernhard Nägle die Ehrungen übernahm. Zielonka erinnerte daran, dass Gudrun Kämereit und Ehrenvorsitzende Marlene Scheidt die Frauenbeteiligung vor 40 Jahren zum Kirchenburgfest ins Leben gerufen hatten.

Der Liedernachmittag war mit dem Leitgedanken „Wir wollen Gesang“ bewusst auf moderneres Liedgut abgestellt.

Der Männergesangverein Markt Einersheim unter der Leitung von Christine Wich, „Song of Joy“ aus Abtswind, geleitet von Michaela Kaul und der gastgebenede Chor aus Kleinlangheim mit seiner Leiterin Talia von Bezold hatten überwiegend auf altes Liedgut verzichtet und stattdessen Stücke von Peter Maffay, Rolf Zuckowski, Hannes Wader, Hubert von Goisern und Udo Jürgens einstudiert.

„Ich wollte nie erwachsen sein“, passte so recht zum ersten Auftreten des siebenköpfigen Nachwuchs-Chores, ebenso der Beitrag „Weit, weit weg“ der Einersheimer Sänger. „Song of Joy“ unternahm eine musikalische Reise durch die Kontinente mit dem eingefangenen Sonnenschein als Weinlied aus Franken.

Nach der Pause prägten Schlagertitel die Beiträge. „Tiritomba“ und „Griechischer Wein“ fanden große Zustimmung bei den älteren Zuhörenden.

Den Schlussakkord setzte der Großchor der Männer aus Kleinlangheim und Markt Einersheim, die „Bajazzo“ und „Abendfrieden“ einstudiert hatten.

Pfarrer Harald Vogt würdigte die Verbundenheit von Seele und Musik und lobte den Einsatz des Chores bei Veranstaltungen und in der Kirche als Gemeinschaft stiftend. Er wünschte sich, dass sich dazu mehr Menschen fänden, die singen wollen.

Der Verein ehrte langjährige Mitglieder für 40 Jahre: Sigrid Gierth, Rosalinde Gussek, Erika Heß, Irmgard Hügelschäfer, Gudrun Kämereit, Marianne Kerzner, Jutta Klein, Karin Meyer, Annelie Pötzl, Ernestine Reinhart, Marlene Scheidt sowie für zehn Jahre: Gerlinde Stier.