Die Beseitigung des Klärschlammes aus der 2010 erneuerten Einersheimer Kläranlage belastet die Gemeindekasse enorm. Darüber und über zahlreiche Auftragsvergaben berichtete Bürgermeister Herbert Volkamer in der Sitzung des Marktgemeinderats im Bürgersaal des Rathauses.

Entfernt wurden 2049 Kubikmeter Klärschlamm. Bei Entsorgungskosten von 27 Euro/Kubikmeter rechnet der Bürgermeister mit Kosten um 66 000 Euro einschließlich der Mehrwertsteuer. Er regte eine Nachrüstung zur leichteren Leerung an. Das Herausholen des Klärschlammes habe sich wegen der großen zusammenhängenden Fläche und der steilen Wände als schwierig erwiesen.  

Auf der Suche nach dem Leck

Die Wasserbilanz 2020 ist nicht zufriedenstellend. So wurden für den Altort 38 160 Kubikmeter Wasser eingekauft, den abgerechneten Verbrauch bezifferte Volkamer mit 36 729 Kubikmetern. Im Verbrauchsgebiet außerhalb des Altortes wurden 23 009 Kubikmeter eingekauft, der gemessene Verbrauch belief sich auf 20 623 Kubikmeter.

Insgesamt beschaffte die Gemeinde 62 000 Kubikmeter. Bei einem gemessenen Verbrauch von
58 000 Kubikmetern ergibt sich ein Verlust von 4000 Kubikmetern (entsprechend 6,3 Prozent). Die Gemeinde will sich nun auf die Suche nach den Leckagen begeben.

Debatte um Abluftanlage im Kindergarten

Für den Erweiterungsbau der Kindertagesstätte "Zum guten Hirten" um eine Kinderkrippe vergab der Marktgemeinderat folgende Gewerke: Rohbau, Schätzkosten 223 000 Euro, vergeben für 231 122; Zimmererarbeiten 66 212 Euro/70 128; Dachdecker- und Spenglerarbeiten 49 358 Euro/36 696.

Die Kindergartenleitung legte ergänzend eine umfangreiche Liste mit Ausstattungswünschen vor. Wesentlich war dem Bürgermeister aber eine Debatte um den Einbau einer Abluftanlage, die mit etwa 17 000 Euro zubuche schlagen würde. Tobias Schramm plädierte für eine Absaugung, während Marcus Hegwein warnte, dass damit die Heizkosten steigen. Gerd Fuchs fand eine solche Anlage eigentlich überflüssig. Er wollte aber die spätere Erkenntnis, man hätte sie einbauen sollen, vermeiden. Die Bauausführung bleibt unverändert.

Zur Sanierung des Gebäudes Marktplatz 1 vergab der Marktgemeinderat folgende Gewerke: Abbruch und Rohbau 85 705 Euro, vergeben für 92 425; Zimmererarbeiten 59 026 Euro/65 278; Dachdeckerarbeiten 21 439 Euro/20 517; Gerüstbau 5800 Euro/5800; Spenglerarbeiten 4152 Euro/6216; Natursteinarbeiten 10 800 Euro/10800. Gegenüber den Schätzkosten ergaben sich Mehrausgaben von 12 150 Euro.

Weitere Themen am Ratstisch waren:

* Der Bebauungsplan Ottaube wird geändert. Nach dem Rückbau einer Freileitungstrafostation in der Schulstraße kann das Areal bebaut werden. Der Marktgemeinderat beschloss die Bebauungsplanänderung im vereinfachten Verfahren.

Freibad soll öffnen, sobald Politik ein Signal gibt

* Eine Besprechung mit Mitarbeitern ergab, dass alle Helfer aus dem Vorjahr wieder für die Betreuung des Freibades stehen. Die Saisoneröffnung soll erfolgen sobald die Politik ein entsprechendes Signal gibt und die Richtlinien für einen ordnungsgemäßen Betrieb vorliegen.

* Zur Instandsetzung des Schlossweges wurden rund 500 Quadratmeter Fläche abgetragen und erneuert. Es entstehen Gesamtkosten von 21 800 Euro.

* Zum Bau einer Querungshilfe an der KT1 wurde mit dem Landratsamt eine Kostenteilung auf der Grundlage der einbezogenen Flächen getroffen. Das Landratsamt rechnet einschließlich der Förderquote von 45 Prozent ab.

* Freischankflächen können bei gleicher Platzzahl zu unveränderten Bedingungen genutzt werden. Wird wegen des vorgeschriebenen größeren Abstandes der Sitzplätze eine größere Fläche beansprucht, gilt die Genehmigung unverändert weiter.

* Die nächste Sitzung des Marktgemeinderats ist für den 19. Juni um 19.30 Uhr vorgesehen.