Auf der Tagesordnung der letzten Wiesenbronner Ratssitzung in diesem Jahr, zu der viele Zuhörer kamen, stand die Sanierung der Kläranlage nicht – trotzdem wurde sie zum Hauptthema des Abends.

Es wurde deutlich, dass sie die Gemüter bewegt. Bürgermeisterin Doris Paul las Mails von Bürgern vor, in denen es um die Kläranlage ging. Darin kam zum Ausdruck, dass bisherige Planungen und vermutlich hohe Kosten für Verwirrung und Unruhe sorgen.

Aus den Mails ging auch hervor, dass manche Bürger nicht verstünden, dass eventuell etwas gebaut werde, was keinen absolut sicheren Bestand für die Zukunft habe und eine Frage lautete: „Wer soll das bezahlen?“ Geäußert wurde der Wunsch nach weiterer Aufklärung zu den beiden möglichen Verfahren von Belebungs- und Tauchkörperanlage sowie zur Verteilung der Kosten.

Informationen erwünscht

Kritik wurde auch daran geübt, „dass die Planung schon an ein Büro vergeben wurde“. Angeregt wurde eine außerordentliche Bürgerversammlung mit umfassenden Informationen zum Thema.

„Ich weiß, dass man sich im Dorf Sorgen macht und es ist allen Ratsmitgliedern klar, dass eine sinnvolle und kostengünstige Sanierung erfolgen muss“, sagte die Bürgermeisterin. Zum Stand der Dinge stellte sie klar, dass das Büro BaurConsult den Auftrag habe, die beiden Varianten zu vergleichen und dann dem Wasserwirtschaftsamt zur Begutachtung vorzulegen. „Es ist noch alles offen und wir müssen zudem noch abwarten, was die Einleitungsparameter für Wiesenbronn aussagen, weshalb weitere Informationen derzeit nicht möglich sind“, fügte die Bürgermeisterin an, die auch darauf verwies, dass eine Vorplanung beim WWA vorgelegt werden müsse.

Vergleich erforderlich

Reinhard Hüßner zeigte sich enttäuscht von Behörden und Planungsbüros: „Ich fühle mich da alleine gelassen.“ Nach Meinung von Harald Höhn wurde die Sanierung der Kläranlage zu lange aufgeschoben, aber jetzt geht es darum, eine gute und für die Einwohner günstige Lösung zu finden.

Den Hinweis von Anton Hell, dass man den Leuten auch sagen müsse, dass die Planung schon vergeben sei, beantwortete die Bürgermeisterin damit, dass erst der Vergleich angestellt werden müsse. „Es muss den Leuten auch klar sein, dass noch nicht entschieden ist, welche Variante wir nehmen“, meinte Juliane Ackermann.

Schließlich einigte man sich im Rat darauf, dass es für die Einwohner noch eine Informationsveranstaltung geben werde.