Das insolvente Kitzinger Unternehmen KKK Transporte Kull GmbH existiert nicht mehr. Doch die gute Nachricht am Ende des am 20. August 2020 beantragten Insolvenzverfahrens lautet: Zwei Unternehmen führen den Betrieb des bisherigen Unternehmens am Kitzinger Standort An der Staufstufe fort – "vollumfänglich", wie der Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Matthias Reinel von der Kanzlei HWR Insolvenzverwaltung in Würzburg, jetzt auf Nachfrage dieser Redaktion berichtet.

Konkret bedeutet dies, dass auch alle ehemals von KKK Transporte beschäftigten 35 Mitarbeiter ihre Jobs behalten. Diese hatten, wie Reinel lobend hervorhebt, dem insolventen Unternehmen ebenso wie die Kunden die Treue gehalten und damit maßgeblich dazu beigetragen, dass in den zurückliegenden Monaten eine zufriedenstellende Lösung gefunden wurde.

Zwei Nachfolger teilen sich den Geschäftsbetrieb

Ursprünglich war der Plan verfolgt worden, das insolvente Unternehmen als Ganzes zu erhalten. Diese Hoffnung hatte sich nach Auskunft des Insolvenzverwalters im Laufe des Verfahrens jedoch zerschlagen. Deshalb kam es zur Splittung gemäß den beiden bisherigen Geschäftsbereichen. Den Teilbetrieb der Spedition führt seit dem 1. Dezember 2020 die HS Franken GmbH fort. Den Bereich Werkstatt sowie den Verkauf und die Vermietung von Gabelstaplern führt seit demselben Zeitpunkt die Kraftfahrzeug und Staplerservice UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG fort. 

Die KKK Transporte Kull GmbH war ursprünglich in Marktbreit gegründet worden und erst Anfang 2020 nach Kitzingen umgezogen. Deren Geschäftsführer Norbert Kull und Kai Hertel sind nach Angaben von Reinel weiter in den beiden Unternehmen, die den insolventen Betrieb übernommen haben, tätig.

Für Reinel ist neben dem "erfreulichen" Erhalt aller Arbeitsplätze vor allem wichtig, dass auch der Geschäftsbetrieb in Kitzingen fortgeführt werden kann. Auch vor diesem Hintergrund hätten die anwesenden Gläubiger Mitte Januar in der Gläubigerversammlung am Amtsgericht Würzburg der Sanierungslösung einhellig zugestimmt.