Die aktuellen Zulassungszahlen des Kraftfahrtbundesamtes belegen es – die Elektromobilität bei den Pkw nimmt zu. Ein Trend, dem sich auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr stellen müssen. Durch die verkehrsgünstige Lage des Marktes Wiesentheid gehören Einsätze mit brennenden Fahrzeugen und Verkehrsunfälle zum regelmäßigen Einsatzgeschehen für die Akitven der Wiesentheider Stützpunktwehr. Aber – bislang eben an Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren.

Aus diesem Grund fand am Samstag ein Ausbildungstag für die Aktiven der Feuerwehr Wiesentheid statt: Verhalten bei Bränden und Unfällen mit E-Autos stand auf dem Stundenplan.

Kommandant Michael Rückel konnte hierzu als Referenten Sebastian Barth begrüßen., der zum einen beruflich als Kfz-Meister und Ausbilder bei der Handwerkskammer von Unterfranken tätig ist, zum anderen aber auch als Feuerwehrführungskraft, und somit beide Aspekte sehr gut abdecken konnte.

Zunächst gab es im Schulungsraum wichtige Informationen: Wie erkenne ich ein E-Auto, was tun bei Brand, wie wird der Hochvoltbereich deaktiviert, wo kann die Rettungsschere angesetzt werden, wenn jemand verunfallt im Fahrzeug eingeklemmt ist. Dabei wurde wieder einmal mehr als deutlich, dass die Rettungskarte, die im Fahrzeug mitgeführt werden sollte, von unschätzbarem Vorteil ist: Hier sind die Hochvoltkomponenten genau verzeichnet.

Aufgrund der verbauten Akkus und der möglicherweise entstehenden Nachfolgereaktionen, ist ein Fahrzeugbrand an einem E-Auto besonders umsichtig abzuarbeiten. Unter Umständen muss der Akku noch über Stunden nachgekühlt werden, um ein Abklingen der Reaktion herbeizuführen.

Nach der Theorie ging es in die Fahrzeughalle. Dort hatte die Feuerwehr Wiesentheid zwei E-Autos organisiert. Hier wurden die Einsatzkräfte in die Fahrzeugtechnik direkt am Fahrzeug eingewiesen.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation wurde der Schulungsblock am Samstag zweimal durchlaufen um zum einen möglichst vielen die Teilnahme zu ermöglichen, zum anderen aber die Gruppengröße jeweils überschaubar zu halten.

Zum Abschluss bedankte sich stv. Kommandant Michael Reimann bei Sebastian Barth und überreichte ihm ein Präsent als Dankeschön für eine gelungene Ausbildung.

Von: Michael Rückel, Kommandant der Feuerwehr Wiesentheid