Drei Nächte brannten in der Kitzinger Innenstadt Grablichter. Sie erinnerten, neben polierte Stolpersteine gestellt, an Leben, Leid und Deportation jüdischer Kitzinger Bürgerinnen und Bürger 1941/42. Da Gedenkversammlungen zur Reichspogromnacht durch die aktuell gültigen Corona-Maßnahmen nicht möglich waren, stellte CSU-Ortsvorsitzender Stefan Güntner mit Mitgliedern des CSU-Ortsverbands in diesem Jahr Plakate mit QR-Codes neben Stolpersteinen in der Ritter-, Herren- und Marktstraße auf. Mit dem Smartphone konnten Interessierte beim „hybriden Gedenkspaziergang“ Impulsen, zum Beispiel zum Leben des jüdischen Mädchens Rena Reich oder des Senioren Samuel Liebenstein, lauschen, der ins KZ kam, weil ein Freund mit ihm vor einem „Führerportrait“ stehend, Hitler als „Negerhäuptling“ bezeichnete. Die stellvertretenden CSU-Ortsvorsitzenden Sabrina Stemplowski und Daniel Nagl liefen den Gedenkspaziergang mehrmals ab und ersetzten fehlende oder abgebrannte Lichter.

Von: Daniel Nagl, stellvertretender CSU-Ortsvorsitzender, Kitzingen