Es dauerte dann doch etwas länger als gedacht. Aber nun gab es das ersehnte grüne Licht vom Landratsamt. Am Donnerstag soll es losgehen mit dem diesjährigen Kitzinger Stadtschoppen – den Umständen entsprechenden aber unter besonderen Maßnahmen. "Wir haben uns die vergangenen zwei Wochen Gedanken gemacht , wie wir unsere Gäste am besten schützen können", sagt Frank Gimperlein vom Kitzinger Stadtmarketingverein. Daraus sei dann entstanden, dass der Schoppen nicht wie sonst auf der Mainbrücke stattfindet - sondern heuer auf dem Stadtbalkon.

Denn: "Auf der Brücke können wir nicht unterscheiden, wer Gast oder Durchgangsverkehr ist", erklärt Gimperlein. "Beim Stadtbalkon haben wir eine große Fläche und können den Mindestabstand garantieren." Dazu gebe es nur eine begrenzte Anzahl an Stehtischen, an denen – wie auch in der Gastronomie – je zwei Haushalte Platz nehmen können. "Es gibt keine Reservierung", so Gimperlein. Am Einlass können Gäste erfragen, ob gerade Platz ist.

Zunächst kein Rahmenprogramm

Beim Betreten des Stadtbalkons müssen Besucher ihre Kontaktdaten angeben. Außer am Tisch herrsche Maskenpflicht. "Wir machen heuer Selbstbedinung", sagt Gimperlein. An einer Hütte müssen die Besucher ihre Getränke selbst abholen – natürlich mit ausreichend Sicherheitsabstand. "Das ist hygienischer als mit Bedienung." Auf den Gläsern sei zudem ein Deckel aus Karton.

Bis zum 18. Oktober soll der Stadtschoppen heuer gehen, von Donnerstag bis Sonntag zwischen 17 und 22 Uhr. "Wir versuchen, das Stadtschoppen-Gefühl so gut es geht rüberzubringen", sagt Gimperlein. Aber: "Zusammen mit der Stadt haben wir vorerst beschlossen, keine Musik zu machen." Die Veranstalter wollen zunächst schauen, wie sich die Umstände entwickeln und ob die Regeln eingehalten werden. Komplett ausgeschlossen sei ein Rahmenprogramm  auch dieses Jahr also keineswegs.

Aus Solidarität: Heuer nur Weine aus dem Landkreis

Auch bezüglich des Weins hat sich Corona bedingt etwas verändert. "Es gibt heuer nur Weine aus dem Landkreis Kitzingen." Damit wolle der Stadtmarketingverein die Winzer aus der Region unterstützen, die ja durch Frostschäden und Umsatzausfällen wegen den Ausgangsbeschränkungen angeschlagen sind. Eins bleibt dabei aber gleich: "Es gibt jede Woche einen anderen Weinpartner", so Gimperlein. Zumindest auf Vielfalt müssen Besucher auch unter den besonderen Umständen nicht verzichten.