"Die Vier sind ganz engagierte Mitarbeiter. Sie sind hoch motiviert und absolut geeignet, diesen speziellen Dienst am Bürger zu leisten." Erster Polizeihauptkommissar Armin Fuchs von der Polizeiinspektion Kitzingen, der Ausbildungsleiter für die Sicherheitswacht (SiWa), war über die neuen Anwärter voll des Lobes. "Alle haben glänzend das heutige Prüfungsgespräch bestanden."

Insgesamt 40 Unterrichtsstunden haben die Neulinge hinter sich. Und dann der große Moment: Der Oberbürgermeister der Stadt Kitzingen, Stefan Güntner, und der Kitzinger Polizeichef Markus Hack überreichten den neuen ehrenamtlichen Mitarbeitern ihre Dienstausweise. "Aus zehn Personen besteht nun die Gruppe", erklärte der Polizeichef zur Sicherheitswacht. "Sie sind für uns das dritte Auge im Polizeialltag."

Das sind die Neuen

Der Berufskraftfahrer Kurt Beier ist dieses Mal der einzige Mann. Der Kitzinger ist durch einen älteren SiWa-Mitarbeiter überzeugt worden mitzumachen. So ging es auch Tanja Fersch aus Marktsteft, deren Cousine bei der SiWa ist. Ihr Hobby ist Wandern und Laufen, "und das passt ja genau", lacht sie. Direkten Bezug zur Polizei hat Michaela Müller. Ihr Mann ist selbst Polizist. "Ich will aktiv etwas für die Stadt tun", nennt sie ihre Motivation.

Die Kitzingerin Alexandra Millmann kam aus freien Stücken zu diesem Ehrenamt. Früher war sie Soldatin auf Zeit; jetzt ist sie Hausfrau. OB Güntner war beeindruckt und stolz "für seine Stadt", solch eine Gruppe zu haben. Von seiner Verwaltung hatte Ordnungsamtsleiter Frank Winterstein bei einigen Ausbildungseinheiten mitgeholfen. Er unterwies die Absolventen in Teilen des Stadtrechtes.

Die Prüflinge hatten gelernt, Ereignisse aus verschiedenen Blickrichtungen zu beurteilen und wie bestimmte Verhaltensweisen zustande kommen. Güntner hatte zum Schluss gleich einen "Einsatzauftrag": in der Fußgängerzone unbelehrbare Radfahrer darauf anzusprechen, dass sie dort absteigen müssen.