In einer Feierstunde verabschiedete das Versuchs- und Bildungszentrum der Bayerischen Staatsgüter der Landesanstalt für Landwirtschaft 14 Tierwirte der Fachrichtung Geflügelhaltung.

Der Leiter des Staatsgutes Kitzingen-Schwarzach, Thomas Schwarzmann, dankte den Absolventen für das Durchhalten in der Ausbildungszeit. Mit dem Abschluss gehe ein Lebensabschnitt zu Ende, sagt er.

Klaus Damme als Vorsitzender des Prüfungsausschusses unterstrich, dass viel zu wenige Fachleute ausgebildet werden. Als der Meisterkurs 2019 begann, sei noch alles in Ordnung gewesen, seither mussten Kurse und Prüfungen immer wieder verschoben und verlegt werden. Dennoch hoffe er, allen Prüflingen das nötige Rüstzeug mitgegeben zu haben. In der permanenten Auseinandersetzung mit Themen wie Tierwohl oder Geflügelpest gehe es immer um den bäuerlichen Betrieb mit nicht-industrieller Tierhaltung. Wer nie ein Nutztier gehalten habe und selbst kein Fleisch esse, könne auch keine Vorgaben machen wollen, erklärte Damme, der zugleich seinen Nachfolger Philipp Hofmann vorstellte.

Wenig Hilfe von der Politik

Für den Landesverband der bayerischen Geflügelwirtschaft merkte Christan Schwarzer an, dass die jungen Fachleute in schwere Zeiten hineinwachsen. Er beneide niemanden, der ein ganzes Leben auf die Landwirtschaft ausgerichtet habe, denn von der Politik sei wenig Hilfe zu erwarten, wenn es um Themen wie Tierwohl, Emission, Bestandsschutz und Planungssicherheit, aber nicht zuletzt auch um Kosten und Erlöse gehe.

Nach der Ausbildung erwarte nun jeden ein neuer Weg, erklärte Katja Krebelder als Vertreterin des Amtes in einem Rückblick auf die Ausbildungsjahre mit Distanzunterricht und unterschiedlichen Ausbildungsorten. Insgesamt seien die Herausforderungen aber hervorragend gemeistert worden.

Die Absolventen

Zusammen mit Damme überreichte Krebelder die Meisterbriefe sowie Medaillen an die Prüfungsbesten Christoph Schopf, Martin Ulrich, Sören Mohr und Elias Werner.

Von den 18 Personen zum Kursauftakt haben 14 die Abschlussprüfung abgelegt: Eduard Bosler, Klaus Dierkhüse, Nicole Faber-Wendlik, Daniel Grosser, Friedrich Heller, Tobias Märsch, Philipp Mayer, Sören Mohr, Jan-Dirk Nemeding, Daniel Rupprecht, Christoph Schopf, Sebastian Skalski, Martin Ulrich und Elias Werner. Die Prüflingen kommen überwiegend aus Bayern sowie Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Thüringen und Sachsen-Anhalt und unterstrichen damit die Bedeutung der in Kitzingen angebotenen Ausbildung zum Tierwirt.