Die Umgestaltung der ehemaligen Gassner-Brauerei in Kitzingens Oberer Bachgasse zum Vorzeigewohnbauprojekt in der Altstadt schreitet voran. Bei einem Empfang im Innenhof wurde Richtfest gefeiert. Das im Rohbau fertige Projekt bietet Raum für 13 Mietwohnungen mit Größen zwischen 35 und 125 Quadratmetern sowie drei Gewerbeeinheiten im Erdgeschoss. Bei der Konservierung der historischen Keller wurde ein Winterquartier für Fledermäuse entdeckt. Mit Fahrstuhl erreichbar bietet er ausreichend Raum für Fahrräder.

Während die historische Bausubstanz – überwiegend Bruchsteingemäuer – ertüchtigt wurde und erhalten blieb, wurden im rückwärtigen Bereich Holzanbauten in Treppenform mit Balkon (für neun Wohnungen) so errichtet, dass kein Schattenwurf zum Nachbarn entsteht und der Innenhof sonnig bleibt.

Im Innenhof hat Architekt und Projektentwickler Roland Breunig barrierefreie Parkplätze mit Begrünung geplant. Er lobte die gute Arbeit der Handwerker, die durchweg aus der Region kommen, aber teilweise mit der Materialbeschaffung zu kämpfen hatten.

Fertigstellung im Frühjahr 2022

Nach Baubeginn im März 2020 ist die Fertigstellung für das Frühjahr 2022 vorgesehen. Der Richtspruch kam wie gewohnt aus luftiger Höhe von den Zimmerleuten Markus Paulus und Kevin Pfeiler, die umgeben von ihren Kollegen das Glas auf einen erfolgreichen Bauabschluss und die Zukunft des Hauses leerten.

Das Areal mit dem denkmalgeschützten Gebäude befand sich zuvor im Eigentum der Stadt, die es dann für einen Euro an den Investor abgab, erinnerte Oberbürgermeister Stefan Güntner. Das Wohnbauprojekt in der ehemaligen Gassner-Brauerei bezeichnete das Stadtoberhaupt als wichtigen Beitrag zur Innenstadtbelebung. Mit einem kleinen Kranunfall, aber ohne Personenschäden sei der Bau vorangekommen.

Den Auftrag habe er gerne übernommen, gehöre das Projekt doch zu den drei anspruchsvollsten Arbeiten seines seit 27 Jahren bestehenden Unternehmens, betonte Breunig. Er dankte dem Stadtrat für die Begleitung, wünschte sich aber gleichzeitig weniger Bürokratie. Er habe Baufirmen gefunden, deren Mitarbeiter nicht Probleme suchten, sondern Lösungen erarbeiteten. Obwohl der Fachkräftemangel keine Floskel sei, sei der Bau fortgeschritten. Der unerkannt bei der Zeremonie anwesende Kapitalgeber investierte rund 4,5 Millionen Euro.