Dröhnende Motoren, übergroße Anbauteile: Die Kreativität der Autotuner-Szene ist schier grenzenlos. Aber nicht alles, was gefällt, ist auch erlaubt. Deshalb schaut die Polizei von Zeit zu Zeit genauer hin, was da an Fahrzeugen geschraubt, gedreht und manipuliert wird. Am Samstag hat die Polizeiinspektion Kitzingen mit Unterstützung umliegender Dienststellen aus ganz Unterfranken einen Schwerpunkteinsatz im Großraum Kitzingen durchgeführt. Das Ergebnis: eine ganze Reihe von Verstößen.

Hintergrund der Kontrollaktion war, wie es in einer Pressemitteilung heißt, die rasant wachsende Szene tuningbegeisterter Autofahrerinnen und Autofahrer. Hieraus entsteht für die Polizei eigenen Angaben zufolge die Verpflichtung, über die Einhaltung der Vorschriften und Verkehrsregeln zu wachen. So lässt sich über die Fahrzeugzulassung relativ einfach feststellen, ob das Fahrzeug legal getunt ist oder nicht.

Eine "maßlose Ahndung von Verstößen gegen die Bau- und Ausrüstungsvorschriften der Fahrzeuge" war jedoch nicht das Ziel der Kontrolle, hieß es. Vielmehr sollte "durch offene Kommunikation und Transparenz" bei den vornehmlich jungen Menschen zwischen 18 und 35 Jahren das Bewusstsein über ihr eigenes Handeln als Autofahrer geweckt werden.

An 20 von 50 kontrollierten Fahrzeugen wurden Mängel festgestellt.

Dennoch stellten die Beamten an 20 der insgesamt 50 kontrollierten Fahrzeuge Mängel fest. Die  Autos waren mit den Zulassungsvorschriften von Fahrzeugen beziehungsweise deren Umbauten nicht in Einklang zu bringen.

Zwei Fahrzeuge waren aufgrund der Umbauten laut Polizei nicht mehr verkehrssicher und wurden vor Ort abgeschleppt. Ein Sachverständiger wird die Fahrzeuge nun überprüfen. Zwei weitere Autofahrer standen unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und mussten sich im Anschluss der Kontrolle einer Blutentnahme unterziehen. Sie konnten ihren Weg nur noch zu Fuß fortsetzen. Ein weiterer Fahrer konnte keine gültige Versicherung vorweisen. Ihn erwartet nun ebenfalls eine Anzeige.

Die Polizei weist alle Tuning-Fans schon einmal darauf hin: Der Schwerpunkteinsatz „Tuning“ ist Teil des Konzepts der „Sicherheit im öffentlichen Raum“ und wird deshalb in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.