Auf Initiative der Gemeinschaft Sant' Egidio findet am Mittwoch, 30. November, unter dem Motto „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ ein internationaler Aktionstag statt.

Die Stadt Kitzingen schließt sich zum wiederholten Male dieser Kampagne an. In Kitzingen wird die Alte Synagoge besonders beleuchtet sein.

Aktionen in 100 Ländern

Seit Beginn der Kampagne im Jahr 2002 wurden laut Pressemitteilung in über 100 Ländern Aktionen zur Sensibilisierung der Zivilgesellschaft für eine Kultur durchgeführt, die immer das Leben achtet. Der internationale Tag „Cities for Life” sei die weltweit größte Mobilisierung von Städten und Bürgern für Menschlichkeit und Achtung der Menschenrechte. In Deutschland haben sich laut Sant' Egidio in den vergangenen 15 Jahren fast 200 Städten am Aktionstag durch Veranstaltungen beteiligt.

140 Länder haben sie abgeschafft

Auch in diesem Jahr habe sich einiges auf dem Weg der Abschaffung der Todesstrafe getan. Mittlerweile hätten 140 Staaten der Erde die Todesstrafe ganz abgeschafft oder wendeten sie in der Praxis nicht mehr an. Nur eine Minderheit von 58 Staaten übe sie noch aus.

Entwicklung macht Sorgen

Leider blieben aber besorgniserregende Nachrichten nicht aus, so die Mitteilung. Vor allem aus den Krisengebieten des Nahen Ostens sind im Zusammenhang mit dem Terrorismus steigende Vollstreckungszahlen zu registrieren. In der Türkei werde über eine Abstimmung im Parlament zur Wiedereinführung der Todesstrafe nachgedacht. „Daher bleibt die Bedeutung dieses globalen Einsatzes für eine Kultur des Lebens bestehen und dringend erforderlich“, so Sant' Egidio.

Laienbewegung

Die Gemeinschaft Sant?Egidio ist laut eigenen Angaben eine christliche Laienbewegung mit über 60 000 Mitgliedern in 74 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Der 30. November wurde für den Aktionstag gewählt, weil an diesem Tag im Jahr 1786 das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärte.

Weitere Informationen

Weitere Informationen unter www.santegidio.de oder nodeathpenalty.santegidio.org/en.aspx