Es ist ein Muss für jedes Kitzinger Ortsoberhaupt, das Totengedenken am Mahnmahl auf dem neuen Friedhof anlässlich des Jahrestages des Bombenangriffs auf Kitzingen so kurz vor dem Kriegsende am 23. Februar 1945 mit verheerenden Folgen.

Eben weil es noch Zeitzeugen des Infernos vor 75 Jahren gibt, weil es tiefe Wunden in der Stadt hinterlassen hat. Aber auch, weil es die Gelegenheit ist, inne zu halten, nachzudenken und zu Mahnen und die aktuelle Situation zu überdenken.

In Kitzingen kam damals, so Oberbürgermeister Stefan Güntner, zum Unglück auch noch Pech, denn eigentlich war ein Angriff auf die Stadt schon am Vortag geplant, mit 38 Flugzeugen. Die fanden wohl Kitzingen nicht und so wurde die Stadt am 23. Februar Ausweichziel, dann aber mit der geballten Macht von 174 Flugzeugen in fünf Angriffswellen, 2100 Sprengbomben und in der Folge rund 700 Tote, 2000 zerstörte Wohnungen und 800 Wohnhäuser.

Trotz Corona war es gut ein Dutzend Kitzinger, die den Weg zur Gedenkstunde auf dem neuen Friedhof fanden und neben dem OB auch die geistlichen Worte von Dekanin Kerstin Baderschneider und Pfarrer Gerhard Spöckl hörten. Und auch heuer gibt es wieder Worte eines Zeitzeugen, auf der Website und den Sozialmediakanälen der Stadt Kitzingen ist Josef Denninger zu erleben.