Die evangelische St. Martinskirche in Segnitz kann heuer ein kleines Jubiläum feiern. Vor nunmehr 565 Jahren nämlich setzte der Würzburger Bischof Gottfried in Segnitz einen Priester ein und erhob so die bisherige Filiale von Frickenhausen zur eigenständigen Pfarrei.

In einer Urkunde vom 31. Oktober 1448 wurde neben den Rechten, Pflichten und Einkünften der neuen Kirchengemeinde auch geregelt, wer künftig die Pfarrerstelle vergeben darf. Hierzu waren demnach die Freiherrn Zobel von Giebelstadt und das Stift Haug in Würzburg im Wechsel zuständig. Das ging auch bis ins Jahr 1601 gut, bis sich der Markgraf von Ansbach als Mitdorfsherr auf Bitten der Segnitzer Bevölkerung fortan das Recht herausnahm, stets evangelische Pfarrer und somit die Reformation einzuführen.

Auch wenn es sich um kein ganz großes Jubiläum handelt, so bietet die Segnitzer Kirchweih am Wochenende dennoch einen Grund zum Feiern. Auf dem Programm steht neben der Gastronomie die Königsproklamation der Schützen am Samstag, 21. September, um 19 Uhr am Rathaus. Der Kirchweihgottesdienst findet am Sonntag um 9 Uhr in der St. Martinskirche statt und von Samstag bis Montag herrscht auf dem Rummelplatz auf der Mainwiese unterhalb der Segnitzer Brücke reges Treiben. Dort erwartet die Kirchweihbesucher am Samstagabend ein Getränkeausschank und am Sonntagnachmittag ab 14 Uhr Bremser und Zwiebelblootz, Kaffee, Kuchen und Getränke. Der Erlös kommt dem Segnitzer Kindergarten zugute.