"Jetzt stehen wir hier und freuen uns, den Spatenstich machen zu können." Kitzingens Oberbürgermeister Stefan Güntner ist sichtlich erfreut, einen weiteren Kindergarten der Stadt aufrüsten zu können. Denn immer noch herrscht ein Defizit an Kinderbetreuungsplätzen, auch wenn die Stadt derzeit viel Geld dafür in die Hand nimmt, um mehr Plätze zu schaffen. 24 Krippenplätze sollen es in einem Jahr sein, wenn auf der Baustelle in der Alemannenstraße alles nach Plan verläuft.

2017, so erinnerte Güntner, konnte die Stadt direkt neben dem bestehenden Kinderegarten in der Alemannenstraße ein weiteres Grundstück erwerben. Mit dem Bau eines Bauwagens auf diesem Gelände konnte dieser Kindergarten erst einmal von 75 auf 84 Plätze erweitert werden. Doch auch hier fehlte es an Krippenplätzen, die nun in den Erweiterungsbau kommen sollen. 24 weitere Plätze, was zwei Krippengruppen entspricht. Dazu kommen eine Frischkostküche für den Kindergarten und eine eigene Toilettenanlage für die Natur-Kindergartengruppe vom Bauwagen.

Insgesamt sollen die Erweiterungen für den Kindergarten unter der Trägerschaft der evangelischen Kirche rund 2,8 Millionen Euro kosten und in etwa einem Jahr abgeschlossen sein, "ein sehr ambitioniertes Vorhaben", wie Güntner zugab. Nach dem Kauf des Grundstückes 2017, das die Erweiterung überhaupt erst möglich machte, erfolgte der Abriss des dort stehenden Gebäudes 2019, im gleichen Jahr fasste der Stadtrat den Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des Kindergartens Alemannenstraße. Um weiter das Defizit an Betreuungsplätzen abzubauen, "bleiben wir am Ball", so der Bürgermeister, auch die Schreibersgasse sei nicht vom Tisch.

Von einer 3-S-Regelung sprach Kindergartenleiterin Heike Pfister: Stressig werde es durch den Umbau etwa mit Umräumen, spannend aber auch, denn auf einer Baustelle gebe es viel zu sehen, schön aber vor allem, "wir freuen uns auf den Neubau, denn wir brauchen Platz".