Der Gemeinderat Rödelsee stimmte in nicht öffentlicher Sitzung einer Trägervereinbarung zwischen dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK), dem Kreisverband Kitzingen und der Gemeinde Rödelsee über den Betrieb der Kindertagesstätte in Rödelsee samt Waldgruppe (Iphofen) zu. Wie Bürgermeister Burkhard Klein informierte, seien viele Details bereits im Vorfeld zwischen ihm und BRK-Kreisgeschäftsführer Felix Wallström abgestimmt worden. Zustimmung gab es auch für einen Kindergartenbeirat. Entstehen soll auch ein Förderverein.

Der Entwurf für die Vereinbarung über den Betrieb der Kindertagesstätte samt Waldgruppe zwischen der Gemeinde Rödelsee und dem Kreisverband Kitzingen des Bayerischen Roten Kreuzes wurde den Gemeinderäten vorgelegt. Insgesamt erfüllt der vorliegende Entwurf der Betriebsträgervereinbarung laut Bürgermeister Klein alle Anforderungen, die die Gemeinde stellen kann und muss. Ein Einwirken auf das pädagogische Konzept oder die Öffnung für christliche oder weltliche Veranstaltungen könne nicht Inhalt des Vertrages sein.

Ökumenischer Grundgedanke soll weitergetragen werden

Die qualifizierte und bedarfsgerechte Erziehung und Kindesbetreuung in der Gemeinde Rödelsee unter Berücksichtigung der langjährigen Verantwortung der beiden Kirchengemeinden und des derzeitigen Betriebsträgers "Ökumenischer Kindergartenverein St. Bartholomäus Rödelsee/Fröhstockheim e.V." sei Grundlage für diese Vereinbarung. Träger und Gemeinde strebten ein einvernehmliches Miteinander an, auch unter angemessener Beteiligung der beiden Kirchengemeinden vor Ort, des Elternbeirates, der Elternschaft und des bisherigen Trägers. Die christlichen Werte sollten in angemessenem Umfang in die Arbeit im Kindergarten einfließen. Der ökumenische Grundgedanke der Kindertagesstätte solle weitergetragen werden.

Die Gemeinde wird durch die Gründung eines Kindergarten-Beirates gewährleisten, dass begründete Einwände oder Empfehlungen in Bezug auf den Betrieb der Kindertagesstätte außerhalb dieses Betriebsträgervertrages vorgetragen werden können. In diesen Beirat sind je zwei Vertreter der Kirchengemeinden, der Gemeinde, des Elternbeirats, des künftigen Fördervereins, ein Vertreter des Trägers und eine Mitarbeiterin des pädagogischen Personals zu entsenden. Dieser Kindergarten-Beirat habe lediglich beratende, fordernde oder fördernde Funktionen im Verhältnis zwischen Träger und Gemeinde.

Sondergenehmigung wegen Dringlichkeit beantragt

Der jeweilige amtierende Bürgermeister der Gemeinde Rödelsee ist kraft Amtes Beiratsvorsitzender. Der stellvertretende Vorsitzende wird mit einfacher Mehrheit von den Mitgliedern des Beirats aus deren Mitte gewählt. Neben dem Bürgermeister gehört für die Gemeinde Gemeinderat Jens Vollmann dem Beirat an, sein Stellvertreter ist Gemeinderat Johannes Freimann. Laut Klein berief diese der Gemeinderat einstimmig in der nicht öffentlichen Sitzung.  

Des Weiteren stimmte der Gemeinderat der von Bürgermeister Klein entworfenen Satzung für einen Förderverein zu. Ob die Satzungsänderung erfolgt oder die Liquidation des bisherigen Trägervereins, muss laut Klein eine Versammlung zeigen. Beim Landratsamt sei wegen der Dringlichkeit eine Sondergenehmigung beantragt worden.