Manchmal fügen sich die Dinge ja auf geradezu wundersame Weise zusammen. In Dettelbach entwickelt sich gerade ein solcher Zusammenfüge-Fall. Da ist zum einen der Kindergarten St. Sebastian. Das Haus ist längst zu klein, es müsste ein Anbau her. Und auch sonst ist einiges zu tun. Dazu kommen immer wieder Beschwerden aus der Nachbarschaft; die Anlage befindet sich in einem eher ruhigen Wohngebiet "Paint".

Auf der anderen Seite gibt es einen Ort, an dem gerade alles andere als Platznot herrscht: die Grund- und Mittelschule. Dort steht inzwischen fest: Das Thema Mittelschule ist durch. Mit dieser traurigen Nachricht hatte Rektor Thomas Riehle die Dettelbacher Stadträte im vergangenen Herbst konfrontieren müssen. Nach „Jahren des Zitterns“, so führte er damals vor dem Gremium aus, stehe nunmehr fest, dass es für diesen Schultyp in Dettelbach auf absehbare Zeit keine Zukunft mehr geben wird.

Der vermeintlich letzte Rettungsanker, ein Verbund mit der Mittelschule Volkach, hatte ebenfalls nicht das erhoffte Ergebnis gebracht. Letztlich würden zu viele Kinder eine höhere Schule anstreben. Die frühere Haupt- und jetzige Mittelschule – sie passt nicht mehr so richtig in die Zeit, ihr haftet etwas von einem Dino an.

Nur noch die Grundschule 

Für Dettelbach heißt das: In dem weiträumigen Gebäudekomplex mit drei Pausenhöfen und drei Häusern, hält momentan die Grundschule ganz allein die Stellung. Genau das könnte nun einige Dinge in Bewegung bringen.

Die Überlegung, mit der sich jüngst der Notausschuss des Dettelbacher Stadtrates beschäftigte, sieht so aus: Der Komplex könnte doch ein neues Bildungszentrum werden. Im nördlichen Gebäude die Grundschule, in der Mitte ein Hort und in den südlichen Gebäudeteil könnte – der Kreis schließt sich – der Kindergarten St. Sebastian einziehen. Aus der "Paint" in die Georg-Graber-Straße – das könnte die perfekte Lösung sein. Das bestehende Kindergarten-Grundstück in der Troppauer Straße könnte für weitere Wohnbebauung genutzt werden.

Allerdings ist es bis dahin noch ein weiter Weg. Die Verwaltung schaut zunächst einmal, was die Ausarbeitung eines entsprechenden Konzepts kostet und erteilt danach einem Büro den Auftrag. Sobald die Pläne da sind, wird dann abgewogen: Wie steht's um die Kosten? Ist die Idee vom neuen Schul-, Hort- und Kindergartenkomplex machbar? Wie sehr geht eine solche Zusammenlegung ins Geld? Und wie tief müsste man in die Tasche greifen, wenn alles so bleibt wie es ist? Wenn die entsprechenden Zahlen auf dem Tisch liegen, soll eine Grundsatzentscheidung her. Das wäre dann genau die Stelle, an der sich manches auf wundersame Weise zusammenfügen könnte.