Einige Formalitäten sind für den Trägerwechsel beim Kindergarten in Rödelsee noch zu erledigen. Auch einige Stellen müssen wiederbesetzt werden, nachdem Mitarbeiterinnen den Kindergarten verlassen haben. Darüber informierte Bürgermeister-Stellvertreter Bernd Lussert in der Gemeinderatssitzung.

Wie berichtet, erfolgt derzeit die Übergabe der Trägerschaft vom Verein "Ökumenischer Kindergartenverein St. Bartholomäus Rödelsee/Fröhstockheim" an den Kreisverband Kitzingen des Roten Kreuzes. Da das Landratsamt keine Sondergenehmigung für eine außerordentliche Mitgliederversammlung des Trägervereins Anfang Dezember erteilen konnte, trifft der Verein die notwendigen Entscheidungen aktuell per schriftlichem Umlaufbeschluss.

Im Zusammenhang mit dem Übergang der Betriebsträgerschaft seien in der Zwischenzeit viele Gespräche geführt worden zwischen den Rotkreuz-Verantwortlichen und den Mitarbeiterinnen. Dabei seien keine Kritik oder Beschwerden laut geworden, heißt es in den Sitzungsunterlagen zu diesem Tagesordnungspunkt. Von den insgesamt 22 Mitarbeitenden hätten nun aber drei aus verschiedenen Gründen gekündigt, wovon eine Kindergartengruppe betroffen sei.

Es werde sichergestellt, dass die Gruppe auch künftig betreut wird. Das Rote Kreuz und die Leitung der Kindertagesstätte kümmerten sich darum. Bewerbungen lägen bereits vor, gegebenenfalls könne das Rote Kreuz Personal stellen.

Lussert informierte, dass zwei Mitarbeiter des Kindergartens als Kontaktperson 2 in Quarantäne seien, vier weitere erkrankt wären und sich eine Mitarbeiterin in Mutterschutz befinde. Deswegen müssten die Öffnungszeiten der Kita bis auf Weiteres auf 13 Uhr beschränkt werden. Der Kindergarten habe bisher dank des Engagements der Mitarbeitenden keinen Schließtag wegen Corona zu verzeichnen gehabt, hob er hervor.

Blumenzwiebeln und Obstbäume für die Gemeinde

Des Weiteren informierte Lussert in Vertretung von Bürgermeister Burkhard Klein, dass die Gemeinde nicht am Wettbewerb "Gütesiegel Heimatdorf" teilnehmen könne. Eine Voraussetzung dafür wäre die Beteiligung am Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" gewesen. Daran habe Rödelsee aber noch nicht teilgenommen.

Nach dem erfolgreichen Projekt "Aktion Streuobst 2019" förderte das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten kurzzeitig Maßnahmen für die naturnahe Gestaltung von öffentlichen Flächen. Rödelsee bewarb sich um Blumenzwiebeln und mit drei Pflanzkonzepten für die Ausgleichsfläche Fröhstockheim, die Begrünung des Radweg in Fröhstockheim und die Obstwiese am Bauhof Rödelsee.

Der Gemeinde wurden acht Obsthochstämme für die Streuobstwiese am Bauhof genehmigt sowie Blumenzwiebeln für 20 Quadratmeter für die Ortseingänge Rödelsees von Wiesenbronn und Großlangheim kommend sowie am Kindergarten. Blumenzwiebeln und Obstbäume wurden bereits geliefert und eingepflanzt.

Weiter wurde informiert, dass der Landkreis Kitzingen die archäologische Begleitung beim barrierefreien Ausbau des Ortskerns von Rödelsee im Bereich der katholischen Kirche mit einer freiwilligen Leistung in Höhe von 106 Euro fördert.