Rund 30 000 Euro waren dem Gemeinderat in Rüdenhausen doch zu viel. Die Kommune verzichtet darauf, die fünf Mühlen im Außenbereich mit Glasfaser für schnelles Internet zu versorgen. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend. Laut einer Schätzung wären allein für die Außenbereiche (darunter auch die Mühlen) insgesamt 114 000 Euro angefallen, von denen die Gemeinde knapp 40 000 Euro als Eigenanteil hätte bezahlen müssen.

Wie Bürgermeister Gerhard Ackermann mitteilte, wird im Ort das Netz so ausgebaut, dass jeder Haushalt rund 30Mbit pro Sekunde hat. Die Industriestraße und der südliche Teil des Wohngebiets Am Goldbrunnen wird die Gemeinde mit in das normale Förderprogramm aufnehmen. Die Versorgungslücken dort werden behoben.

Allerdings wird das Ganze noch etwas dauern. Die Gemeinde stellt als nächstes den Förderantrag in der nun im Rat besprochenen Variante. Bürgermeister Ackermann rechnet damit, dass die Telekom erst 2017 mit den Bauarbeiten beginnen wird. In der Vereinbarung heißt es, dass die Leitungen „bis 2018“ gelegt seien. Insgesamt dürfte das schnellere Internet rund 200 000 Euro kosten, wovon die Gemeinde 30 Prozent, also 60 000 Euro, selbst beisteuert.

In der Sitzung gab Ackermann auch Neues vom Zusammenschluss der Dorfschätze-Gemeinden bekannt, dem Rüdenhausen als eine von neun Orten angehört. Er informierte die Räte, dass die Patenkompanie der Bundeswehr, die Stabs- und Fernmeldekompanie der 10. Panzerdivision aus Veitshöchheim, im Juli einen neuen Kompaniechef erhält.

Außerdem beschloss der Gemeinderat, eine Spende in Höhe von 500 Euro für die Bereitschaft des Roten Kreuzes in Wiesentheid zu geben. Sie hatten um Unterstützung beim Kauf eines neuen Einsatzfahrzeuges für ihre Helfer-vor-Ort-Gruppe gebeten.