Es war der dritte Anlauf der Firma Iglhaut Automobilservice für die Tankstelle in Marktbreit eine "Verordnung zum Betrieb von Autowaschanlagen an Sonn- und Feiertagen" durch die Stadt Marktbreit zu erwirken. Und es war das dritte Mal, dass der Versuch gescheitert ist. Nach längerer Diskussion lehnte der Stadtrat am Montagabend das Ansinnen gegen die Stimme von Bürgermeister Harald Kopp ab.

Nach wie vor sehen die Räte die Situation in Marktbreit als nicht vergleichbar mit Marktsteft an, wo die Waschanlage in einem Gewerbegebiet liegt. Anders ist es in Marktbreit, wo entlang der Mainstraße Anlieger wohnen, die geschützt werden sollten.

Bei Stimmengleichheit mit 7:7 Stimmen lehnten die Räte außerdem einen weiteren Antrag von Gewerbetreibenden ab, die in der Schustergasse eine Sondernutzungserlaubnis für das Aufstellen von Dekorationsartikel auf dem Gehsteig erhalten wollten.

Sportclub leidet unter Vermüllung seines Geländes

Grundsätzlich positiv beschieden die Räte einen Antrag des Ortsverbands der Freien Wähler, die drei Defibrilatoren im Stadtgebiet aufgestellt sehen wollen. Dafür werden nun Angebote eingeholt, die Standorte in Marktbreit und Gnodstadt werden anschließend bestimmt. Grundsätzlich sollen Einweisungen in die Bedienung der Geräte auch in Schulen erfolgen.

So es denn bei Starkregen Abraum auf den Rad- und Landwirtschaftsweg unterhalb des Schwenniger in Richtung Marktsteft von einem Feldweg schwemmt, sollte der Bauhof die Reinigung übernehmen. Eine Befestigung des Feldwegs sei nicht nötig.

Auch der Sportclub Marktbreit mit seinem Gelände in der Mainaue leidet unter dem verstärkten Freizeitdruck auf den Main: Wie aus einem Schreiben des Vereins hervor geht, habe "im Laufe der letzten Monate die Vermüllung unseres Sportgeländes stetig zugenommen". Um dem abzuhelfen stellt die Stadt weitere Müllbehälter im Bereich der Badebucht auf und leert diese auch. Das Problem werde sich wohl aber im Herbst mit schlechterer Witterung wieder lösen. Gegen die Invasion von Nilgänsen, deren Hinterlassenschaften die Sportplätze verdrecken, ist die Stadt wohl machtlos.

Der ehemalige Schlecker ist das Hauptprojekt der kommenden Jahre

Die Ochsenfurter Straße 7, ehemals Schlecker, ist für die kommenden Jahre das Hauptprojekt, das zur Städtebauförderung gemeldet wird und das mit insgesamt 2,5 Millionen Euro in den Jahren 2022 und 2023.

Auch der Halbjahresbericht der Jugendhausleiterin Julia Kubitzeck fiel coronabedingt mager aus. Die Hausaufgabenbetreuung konnte durch Videoanrufe weiter geführt werden, Kleingruppen treffen sich nun dafür auch wieder im Jugendzentrum. Gleiches gilt für Gnodstadt. Auch die Ferienpassaktion ist nicht ganz abgesagt: 13 kleinere Aktionen für Kinder von sechs bis 14 Jahren finden nach Ausarbeitung eines Hygienekonzepts statt.

Ohne Gegenstimmen verabschiedeten die Räte die Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts und die Geschäftsordnung.