Für den Bezirksvorsitzenden der Jungen Union Unterfranken Daniel Nagl ist klar: „Der Austausch mit europäischen Partnern ist für junge Menschen mit am wichtigsten. Das geht in Städtepartnerschaften, im Erasmussemester oder auf Exkursionen der Jugendorganisationen aller Parteien." Für den 32-jährigen Kitzinger ist klar: „Wir müssen auch als junge CSU'ler intensiver ins Gespräch mit unseren europäischen Partnern kommen. Wer Europa lebt, entwickelt ein Gespür für kulturelle Unterschiede und hinterfragt den Absolutheitsanspruch des eigenen Denkens“.

Unterstützt von der Hanns-Seidel-Stiftung tauschte sich die JU in Brünn und Pilsen mit drei Jugendorganisationen ihres Dachverbands, der Jungen Europäischen Volkspartei (YEPP) aus, heißt es in einer Pressemitteilung der JU Unterfranken. Nach einem Austausch in Pilsen wanderte die Gruppe mit dem stellvertretenden Bürgermeister der Marktgemeinde Eslarn Thomas Kleber an der bayerisch-tschechischen Grenze entlang zum verlassenen Dorf Bügellohe. Menschen aus nahen Siedlungen waren 1945 vor den Sowjets über die Grenze geflüchtet und hatten, mit dem Wunsch in ihre Heimatorte zurückzukehren, eine Siedlung fernab der Zivilisation errichtet – und bis Ende der 1960er Jahre aufgrund harter Lebensbedingungen wieder verlassen.