Zur Sitzung des Marktgemeinderates am Dienstagabend waren auch Jugendliche geladen. Diese machten sich zwar rar, hatten aber als Vertreter Marco Höhn und Niklas Zink geschickt. „Wir haben derzeit keine größeren Anliegen; die Zusammenarbeit mit der Gemeinde klappt sehr gut und wir bekommen jegliche Unterstützung.“

Auf der Wunschliste der Dorfjugend steht eine Unterstellmöglichkeit, vor allem für Utensilien für den Kirchweihumzug. Bürgermeisterin Gerlinde Stier riet dazu, sich bei Landwirten nach leerstehenden Scheunen zu erkundigen. Sie lobte die Dorfjugend, weil sie dafür Sorge trage, dass Tradition und Brauchtum hoch gehalten werde, besonders auch zur Kirchweih. Das haben die Jugendvertreter dem Gemeinderat auch zugesichert.

Außerdem Themen in der Ratssitzung:

• Länger beschäftigte sich die Runde mit der Bauvoranfrage von Otto Schulz zur Errichtung einer Maschinenhalle samt Holzlager vor der Sandmühle. Die Bürgermeisterin sagte, dass die bisherige Halle wegen der Verbreiterung der Autobahn abgerissen werden müsse und deshalb ein Ersatz gebaut werden soll. Allerdings besitze der Bauwerber die landwirtschaftliche Privilegierung für den Bau im Außenbereich nicht mehr.

Gespräche mit dem Amt für Landwirtschaft hätten aber gezeigt, dass eine Ausnahme vorliege und das letzte Wort noch nicht gesprochen sei. Jedoch wies Werner Krauß darauf hin, dass der geplante Neubau in einem Bereich liege, der für das Hochwasser-Schutzkonzept des Dorfschätzeverbunds vorgesehen sei. Es gab dann verschiedene Vorschläge im Gremium, wo die Halle entstehen könnte, so auch im Gewerbegebiet. Ein Beschluss wurde nicht gefasst, da die Bürgermeisterin erst noch mit dem Bauwerber reden will.

• Ein weiteres Mal auf dem Ratstisch lag das Bauvorhaben von Roland Klein, der in der Atzhäuser Gemarkung ein Zelt zur Lagerung landwirtschaftlicher Maschinen und Erzeugnisse aufstellen will und nach der Bauvoranfrage nun den Bauantrag einreichte. Die Bürgermeisterin äußerte dazu, dass die Privilegierung bestätigt wurde und die vom Landratsamt geforderte Versiegelung des Bodens nach Angaben der Familie Klein vom Tisch sei. Der Antrag wurde vom Rat einstimmig befürwortet.

• Um eventuelle nötige Abstandsflächen ging es auch bei der Bauvoranfrage von Klaus Gussek, der im Bühl ein Holzhaus errichten will. Außerdem soll das Landratsamt die die eventuelle Überschwemmungsgefahr durch den Bach überprüfen. Es bestehe kein Anspruch auf weiteren Straßenausbau, stellte der Rat fest. Die Voranfrage wurde einstimmig befürwortet.

• Geärgert haben sich die Gemeinderäte über Graffiti-Schmierereien im Ort und im Mehrgenerationengarten, die in der Nacht auf Sonntag vollbrachten wurden. Es setzte eine Anzeige. „Für Hinweise sind Gemeinde und Polizei dankbar“, sagte Bürgermeisterin Gerlinde Stier und schimpfte: „Das alles kostet Zeit, Ärger und Geld.“