Joachim Beck ist nicht mehr Stadtrat in Dettelbach. "Antrag Joachim Beck auf Niederlegung seines Stadtratsmandates" hieß es unter Punkt vier der Stadtratssitzung am Montag in der Maintalhalle. Das Gremium nahm das zur Kenntnis und stimmte ohne Diskussion dem Ansinnen einstimmig zu.

Der zunächst noch parteilose Beck war Anfang vergangenen Jahres für die SPD in Dettelbach zusammen mit Matthias Bielek (Freie Wähler) und Marcel Hannweber (CSU) ins Rennen um den Bürgermeister-Posten gegangen. Der 55-Jährige landete mit 19 Prozent letztlich auf Platz drei und wurde dadurch auch in den Stadtrat katapultiert. Danach engagierte er sich weiter für die Partei, wurde Mitglied und trat vergangenen September zusammen mit Sonja Heinemann eine Doppelspitze als Vorstand des Ortsvereins an. 

Seit 2011 in Bibergau

Beck lebt seit 2011 im Stadtteil Bibergau und baute im Wahlkampf auf seine 35 Jahre Berufserfahrung im Sozialwesen, darunter über 15 Jahren in Leitungspositionen und acht Jahren als Betriebsrat. Zuletzt war er Direktor und Sozialpädagoge im Inklusionsbetrieb „InHotel Mainfranken“ in Marktbreit. Eine berufliche Neuausrichtung sorgte nun dafür, dass er seine Zelte in Dettelbach abbricht: Gegenüber dieser Zeitung betonte er, dass er eine neue Herausforderung gefunden habe. Die neue Arbeitsstelle befindet sich im Fichtelgebirge, wo Beck auch aufgewachsen ist. Es geht für ihn also "zurück in die alte Heimat".

Bürgermeister Matthias Bielek kündigte an, mit dem Listennachfolger Kontakt aufzunehmen und den Nachrücker bereits bei der nächsten Stadtratssitzung am 12. April vereidigen zu wollen. Das wäre -gemessen an der Stimmenzahl - Michael Hartmann aus Bibergau, der bis zur vergangenen Periode auch dem Stadtrat angehörte. Ob er das Amt auch annimmt, soll sich dem Vernehmen nach allerdings erst in den kommenden Tagen entscheiden. 

Wie Sonja Heinemann zudem betonte, wolle die Dettelbacher SPD an ihrer Doppelspitze festhalten. Sobald es die Pandemie zulasse, solle das jetzt vakante Amt nach besetzt werden. Bewerbungen dafür, so Sonja Heinemann, würden ab sofort entgegen gekommen.