Wenn am Sonntag die Frühjahrstagung der bayerischen Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Geiselwind beginnt, wird erstmals auch Andrea Ackermann (55) mit dabei sein. Damit kommen mit der Landtagsabgeordneten Barbara Becker zwei Synodalinnen aus Wiesenbronn.

Andrea Ackermann rückt für Ruth Finster (Burghaslach, Dekanat Markt Einersheim) nach, die Anfang dieses Jahres gestorben ist. Für Andrea Ackermann ist der Schritt in dieses Amt deshalb schwer, weil sie Ruth Finster vom Elternbeirat des Egbert-Gymnasiums Münsterschwarzach gekannt und geschätzt hat. Beim Zoom-Meeting im Vorfeld der Synode mit Regionalbischöfin Gisela Bornowski und den Synodalen des Kirchenkreises sei Ruth Finster gedacht worden, erzählt Andrea Ackermann.

In den Finanzausschuss gewählt

Vor wenigen Tagen sei sie in den Finanzausschuss der Synode gewählt worden. Auch Ruth Finster habe diesem Ausschuss angehört. Sie hatte zwar mit dem Ausschuss Ökumene oder Mission geliebäugelt, habe sich aber überzeugen lassen, dass sie als Betriebswirtschaftlerin, sie führt zusammen mit ihrem Mann Frank eine mittelständische Schreinerei, im Finanzausschuss gebraucht wird.

In die Arbeit der Synode möchte sie ihre Erfahrung mit einbringen. Schließlich sei sie geübt darin, jeden Tag weitreichende und wichtige Entscheidungen in größerer Zahl zu treffen. Genauso gerne und oft arbeite sie im Team, hat keine Angst vor schwierigen Verhandlungen und kann lösungs- und zielorientiert Kompromisse finden, um dann zu einem guten Ende zu kommen. "Die Grundlage meines Handelns ist Gottes Wort", sagt Andrea Ackermann. "Das hat mit bisher in meinem Leben sehr oft geholfen."

Zur Synode, die bis Donnerstag dauert, habe sie sich erst einmal in die Materie einarbeiten müssen. Viele Mails habe sie in den vergangenen zwei Wochen zur Vorbereitung bekommen.

Bei der Herbsttagung der bayerischen Landessynode, die ebenfalls im Eventzentrum Strohofer in Geiselwind stattfand, wurde der Zuschussantrag des Geistlichen Zentrums auf dem Schwanberg für dringende Investitionen auf diese Synode vertagt. Doch auch hier soll, wie diese Redaktion erfuhr, nur über den Sachstand informiert werden. Eine Entscheidung soll erst auf der Herbstsynode fallen.