Liebe kennt keine Grenzen – oder doch? Im Kreis Kitzingen war die Eheschließung zuletzt in rund 90,6 Prozent der Fälle eine deutsch-deutsche Angelegenheit. Rund 9,2 Prozent waren deutsch-ausländische Verbindungen und bei 0,2 Prozent waren beide Partner Ausländer.

Egal ob eine Deutsche einen Österreicher heiratet oder ein Deutscher eine Philippinin – beides sind sogenannte binationale Ehen. Bayernweit erreicht ihr Anteil derzeit zwölf Prozent, sprich: jede achte Eheschließung ist binational.

Vor Jahren lag dieser Anteil auch schon mal höher, geht aus den Zahlen des Landesamtes für Statistik hervor, denn im Jahr 2000 war noch jede sechste Ehe eine deutsch-ausländische Verbindung. Übrigens heiraten mehr deutsche Männer als deutsche Frauen binational: 2013 gaben 4389 deutsche Männer, aber nur 3047 deutsche Frauen einem Partner mit ausländischer Staatsangehörigkeit ihr Ja-Wort.

Im Kreis Kitzingen schlossen vergangenes Jahr 456 Paare den Bund fürs Leben. Darunter waren 42 deutsch-ausländische Hochzeitspaare. Dabei hatte in 20 Fällen die Frau die ausländische Staatsbürgerschaft; in 22 Fällen war der Mann Ausländer.

Anders als für die 413 deutsch-deutschen Hochzeitspaare, war der Gang vors Standesamt für manches binationale Paar ungleich schwieriger. Denn die Bürokratie hält einige Hürden parat, vor allem wenn der Ehepartner aus dem außereuropäischen Ausland stammt. Dann brauchen Heiratswillige Geduld und Nerven, um das Hin und Her zwischen Standesämtern, Ausländerbehörden und Botschaften zu bewältigen.