Die Gemeinde Albertshofen konnte noch nie mit Rekord-Haushalten oder großer Finanzkraft von sich reden machen. Doch jetzt nehmen Bürgermeister Horst Reuther und sein Gemeinderatsgremium die Spitzenposition unter den Landkreis-Kommunen ein: Die Albertshöfer haben als erste im Landkreis den Haushalt für das Jahr 2013 verabschiedet.

Der frühe Zeitpunkt war nicht unbedingt gewollt. Albertshofen kam im wechselnden Turnus der Mitgliedsgemeinden innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Kitzingen heuer als Erster an die Reihe.

Der Haushalt 2013 hat ein Gesamtvolumen von 3,614 Millionen Euro und sinkt gegenüber 2012 um ein Viertel. Die Gemeinde gibt weit weniger aus als in den zurückliegenden Jahren. Der Vermögenshaushalt, in dem sich die Investitionen finden, sinkt um 57 Prozent. Grund sind die Großprojekte wie die Schul-Generalsanierung und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses, die zu Buche schlagen. „Jetzt reicht es mal mit Großbaustellen“, kommentierte Horst Reuther gegenüber dieser Zeitung die Investitionen. 2013 sind noch 270 000 Euro an Restfinanzierungen für die Schule und das Feuerwehrgerätehaus zu leisten. Daneben wird nur noch in den Ausbau des Anglerstegs (150 000 Euro) und den Erwerb von Grundstücken (100 000 Euro) investiert.

Ende 2013 wird die Verschuldung bei 1,9 Millionen Euro liegen, was eine Pro-Kopf-Verschuldung von 970 Euro bedeutet.

Die Gemeinde kann in 2013 voraussichtlich eine Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt von 162 000 Euro erwirtschaften. Die Einnahmen für die Grundsteuer A (325 Prozentpunkte) und der Grundsteuer B (275 Prozentpunkte) bleiben gleich. Die Hebesätze sind seit 1991 nicht mehr angetastet worden. Bei der Gewerbesteuer (310 Prozentpunkte) erwartet die Kämmerei ein Plus von 56 000 Euro. Bei der Einkommenssteuerbeteiligung kann Albertshofen um 50 000 Euro zulegen und noch mehr bei den Schlüsselzuweisungen: Diese Zuwendungen des Freistaats Bayern werden auf 437 000 Euro steigen, ein Zuwachs von 127 000 Euro gegenüber 2012.

Die Räte hatten den Haushalt im Finanzausschuss ausführlich vorberaten. Deswegen gab es in der Ratssitzung keine Wortmeldungen mehr und die Räte stimmten der Haushaltssatzung geschlossen zu.