Marktbreit

Innensanierung der St. Nikolai-Kirche beginnt bald

Drei Kirchenvorstände hatten sich mit der Sanierung der Marktbreiter evangelisch-lutherischen Pfarrkirche St. Nikolai-Kirche beschäftigt. Jetzt ist die Außensanierung abgeschlossen. Nächstes Jahr beginnt die Innensanierung. Der Bauausschuss des Kirchenvorstands mit Gerhard Müller, Christiane Berneth und Andreas Bilz dürfte mittlerweile jede Stelle in der Kirche kennen. Zusammen mit Pfarrer Michael Bausenwein, der die Vakanzvertretung innehat, blicken sie zurück auf eine erfolgreiche Arbeit am Äußeren der Kirche.
Die Außensanierung von St. Nikolai ist abgeschlossen. Der Bauausschuss mit (von links) Gerhard Müller, Christiane Berneth und Andreas Bilz geht zusammen mit Pfarrer Michael Bausenwein nun die Innensanierung an. Foto: Gerhard Krämer
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Drei Kirchenvorstände hatten sich mit der Sanierung der Marktbreiter evangelisch-lutherischen Pfarrkirche St. Nikolai-Kirche beschäftigt. Jetzt ist die Außensanierung abgeschlossen. Nächstes Jahr beginnt die Innensanierung. Der Bauausschuss des Kirchenvorstands mit Gerhard Müller, Christiane Berneth und Andreas Bilz dürfte mittlerweile jede Stelle in der Kirche kennen. Zusammen mit Pfarrer Michael Bausenwein, der die Vakanzvertretung innehat, blicken sie zurück auf eine erfolgreiche Arbeit am Äußeren der Kirche.

"Die Kirche sieht aus wie neu", freut sich Michael Bausenwein. Einiges ist im Laufe der Sanierung noch hinzugekommen. "Wir haben nicht alles gesehen, was kaputt war", erklärt Gerhard Müller. Insbesondere bei der Apsis habe viel gemacht werden müssen. Dort sei man vor Beginn der Arbeiten nicht hingekommen, sagt Christiane Berneth. Außerdem sei bei früheren Sanierungen mehr auf die Kosten geschaut worden. So erklärt sie sich, dass die Sanierungen nicht so umfassend gewesen seien. "Wir gehen davon aus, dass die Kirche nun die nächsten 100 Jahre wieder übersteht."

Dach wurde neu gedeckt

Im Frühjahr dieses Jahres hatte die Außensanierung nach umfassender Planung begonnen. Im November war sie abgeschlossen. Es hat einen neuen Anstrich gegeben. Der Dachstuhl sei, wo nötig, erneuert worden, informiert Andreas Bilz. Das Dach sei neu gedeckt worden. Ein Großteil der Kosten floss in die Arbeiten am Turm. In der Laterne hängt noch die kleine Glocke. Die stammt eigentlich von der Moritzkapelle – im Volksmund Kappel genannt. Nach der Turmsanierung kann auch diese Glocke wieder klingen.

Die Turmspitze wurde zudem mit Schiefer neu eingedeckt, ebenso wurde der Blitzschutz ertüchtigt. Auf der Spitze sind Kugel und das lange abgebrochen gewesene Kreuz vergoldet worden und leuchten nun weithin sichtbar.

Laut Michael Bausenwein hat die Außensanierung bislang 717 000 Euro gekostet. Zusammen mit der Innensanierung rechnet die Kirchengemeinde mit Kosten von knapp 1,7 Millionen Euro. Viele Faktoren haben die Arbeiten in dieser Zeit verteuert. Eine Rolle spielt auch das Finden von geeigneten Firmen. Michael Bausenwein ist aber der Meinung, dass man bei den Kosten der Außensanierung durchaus zufrieden sein dürfe. "Die finanziellen Erhöhungen sind im Rahmen geblieben."

An den Gesamtkosten trägt die Evangelische Landeskirche mit 600 000 Euro den größten Anteil. Dankbar ist man der Stadt Marktbreit, die 430 000 Euro beisteuert. Knapp 60 000 Euro kommen von der Bayerischen Landesstiftung. Der Rest wird durch Eigenmittel und Spenden finanziert. Größere Spenden sind schon von einer heimischen Firma und einem Geldinstitut geflossen. Längst ist aber noch nicht alles finanziert, weswegen die Kirchengemeinde dankbar für weitere Zuwendungen ist.

Wanderfalken-Nistkasten wurde angebracht

Die Außensanierung wurde auch baubiologisch begleitet. Nötig war dies wegen der Fledermäuse. Um den Tauben Herr zu werden, ist ein Wanderfalken-Nistkasten angebracht worden. Der Bauausschuss hofft, dass er angenommen wird.

"Wir sind dankbar, dass alles bislang gut gelaufen ist", zieht Michael Bausenwein Bilanz. Er weiß um das hohe Engagement der Ehrenamtlichen. Die Mauern würden ja wegen der Menschen, die in ihnen Gottesdienst feiern wollen, renoviert. Am 6. Januar beginnt der Gottesdienst in der St. Nikolai-Kirche. Dann nimmt die Gemeinde für einige Zeit Abschied von ihrer Kirche und zieht in das Gemeindehaus. Dort findet während der Innensanierung dann auch künftig der Gottesdienst statt.

An zwei Samstagen wird die Kirche dann ausgeräumt. Da die Kirchenbänke einer Bestuhlung weichen sollen, kann man bei Interesse Kirchenbänke bekommen. Entstehen wird laut Andreas Bilz ein heller Raum. Dieser kann neben den Gottesdiensten für viele Zwecke genutzt werden, als künftige Kultur-Kirche natürlich für Konzerte oder Lesungen. Daneben wird die marode Elektrik der 60er Jahre erneuert, die einzigartige Renaissancedecke restauriert, eine Fußbodenheizung installiert. Der Chorraum wird zur Winterkirche umgestaltet. Fertig soll alles im April 2023 sein.