Schon mehrfach hat Bayerns Innenminister Joachim Herrmann die Vogelsburg besucht, dort Kraft getankt und die Natur an der Mainschleife genossen. Am Dienstag inspizierte Herrmann erstmals nach der Generalsanierung und der Umstrukturierung des Vogelsburg-Areals den beliebten Ausflugsort in der Nähe von Volkach, der seit neun Jahren im Eigentum der Stiftung Juliusspital Würzburg ist. Begleitet wurde Herrmann von den Verantwortlichen der Stiftung, Walter Herberth und Dr. Rainer Schäfer.

Weil das Juliusspital der Stiftungsaufsicht des Bayerischen Innenministeriums untersteht,  war Herrmann von München nach Würzburg gereist. Dort wurde am Vormittag die aktuell wegen Corona schwierige Lage des Spitals beleuchtet. Im Blickpunkt stand die aktuelle Situation des Krankenhauses mit den immensen Kostenbelastungen. Weitere Gesprächsthemen waren die Landwirtschaft und der Weinbau.

"Die Vogelsburg ist für den fränkischen Tourismus ein besonderes Highlight."
Innenminister Joachim Herrmann

Weil der Innenminister auch ehrenamtlich tätiger Vorsitzender des Tourismusverbandes Franken ist, stand die Vogelsburg am späten Nachmittag auf dem Programm der Besuchertour. "Die Vogelsburg ist für den fränkischen Tourismus ein besonderes Highlight", stellte Herrmann fest. Es habe ihn gefreut, dass das Juliusspital die Zukunft der Vogelsburg in die Hand genommen habe und den Ausflugsort in neuem Glanz erstrahlen lasse. Die Corona-Pandemie sei auch auf der Vogelsburg ein enormes Handicap. Durch die Öffnung der Biergärten hofft Herrmann, dass sich auch auf der Vogelsburg schrittweise wieder Normalität einstellt. Dass bald wieder größere Hochzeitsfeiern dort abgehalten werden können, sei eine wichtige Perspektive für die weitere Entwicklung.

Seit elf Jahren ist Herrmann Vorsitzender des Tourismusverbandes Franken. "Das Amt haben mir damals die Vertreter der Kommunen und Landkreise ans Herz gelegt", blickte er zurück. "Das ist eine ehrenamtliche und unheimlich interessante Aufgabe in unserem herrlichen Frankenland", so Herrmann. Gerne kümmere er sich um die fränkischen Anliegen, auch wenn in der Staatsregierung der Wirtschaftsminister für den Tourismus zuständig sei, der in dieser Region wichtig für die kommunale Entwicklung sei. Weinbau und Tourismus seien im ländlichen Raum von großer Bedeutung, "sie schaffen vor allem Arbeitsplätze".

Acht Millionen Euro teure Sanierung

Walter Herberth skizzierte die Details der Vogelsburg-Sanierung, die rund acht Millionen Euro verschlang. Das "Gesamtpaket" mit dem ehemaligen Kloster der Augustinusschwestern, der Kirche Mariä Schutz, dem Hotel und dem Restaurant zu übernehmen, habe sich gelohnt. "Der Schritt war richtig", zog der Oberpflegeamtsdirektor eine positive Bilanz.

Mit dem Ehepaar Tacke habe das Juliusspital engagierte Pächter für Hotel und Gastronomie gefunden und mit Pfarrer Bernhard Stühler einen motivierten Seelsorger, der regelmäßig Sonntagsgottesdienste (8 Uhr) zelebriert. Gemeinsam mit MdL Barbara Becker ("Die Vogelsburg entzerrt den Tourismusbetrieb aus der Volkacher Altstadt") und Volkachs neuem Bürgermeister Heiko Bäuerlein besichtigte Herrmann bei einem Rundgang die Veränderungen auf der Vogelsburg seit seinem letzten Besuch vor mehreren Jahren.