Bürgermeister Rainer Ott berichtete am Montagabend im Sportheim in Martinsheim über die Arbeit der Gemeinde. Anschließend gab es auf der Bürgerversammlung die Gelegenheit, Fragen und Wünsche zu äußern.

In den vergangenen Jahren wurden neue Bauplätze geplant, erschlossen und auch bereits vergeben. Ein Regenrückhaltebecken wurde für den Siedlungsbereich angelegt. Auch wurde eine zusätzliche Wasserleitung verlegt, um das Ortsnetz zu einem Ring zusammen zu schließen. Am Standort der ehemaligen Kläranlage Martinsheim/Enheim soll noch ein weiteres Rückhaltebecken gebaut werden. Dafür gibt es im April einen Termin mit dem Wasserwirtschaftsamt, erläuterte der Bürgermeister.

Nicht zuletzt wegen der neuen Baugebiete auch in Enheim und Gnötzheim wird dringend ein Anbau am Kindergarten benötigt. Bereits jetzt wird mit einer temporären Genehmigung vom Landratsamt zeitweise der Turnraum als Gruppenraum genutzt. Derzeit sind zehn Krippen-, 31 Kindergarten- und 20 Hortkinder gemeldet. Die Pläne für die Erweiterung wurden im vergangenen Jahr begonnen und liegen derzeit bei der Regierung zur Genehmigung, informierte Rainer Ott. Erst danach kann ausgeschrieben werden, die Gemeinde rechnet jedoch mit rund 1,8 Millionen Euro Gesamtkosten und hofft, dafür Förderungen zu erhalten.

Elternbeirat und Lehrer wollen keine Luftfilter für die Schule

Für den Erhalt der Grundschule sollten sich die neuen Baugebiete ebenfalls positiv auswirken. Hier werden 61 Schulkinder unterrichtet, zum Teil kommen diese aus dem Marktbreiter Ortsteil Gnodstadt und dem Seinsheimer Ortsteil Wässerndorf. Angesprochen auf Luftfilter für die Schule, erläuterte der Bürgermeister, dass derzeit sowohl der Elternbeirat, als auch die Lehrer diese für nicht nötig erachten. Deshalb werden Pläne, diese von Seiten der Gemeinde zu beschaffen, derzeit nicht weiter verfolgt, im Schulverband wurden diese ohnehin abgelehnt.

Schäden am Sportplatz der Schule wurden im vergangenen Jahr ausgebessert. Zudem erhielt auch die Turnhalle einen neuen Belag. Für beide Projekte gab es Fördermittel aus dem interkommunalen ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK). Es wurde der Wunsch geäußert, dass die Gemeinde Sanierungsgebiete ausweist, damit Privatleute ILEK-Fördergelder für die Sanierung alter Gebäude erhalten können. Dies wird im Gemeinderat besprochen, versicherte der Bürgermeister. Selbiges gilt auch für die gewünschten Straßensanierungen im Rahmen des Kernwegenetzes.

Ebenfalls soll diskutiert werden, ob in der Langgasse eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h eingeführt wird, wie von einigen Anwohnern gewünscht. In diesem Zusammenhang gab es auch den Vorschlag, gleich das gesamte Ortsgebiet zur 30-Zone zu machen, wie es im Bereich der Siedlung, Schule und Kindergarten bereits der Fall ist.