Marktbreit

In Marktbreit geht die evangelische Uhr falsch

Die Uhr am Turm der evangelischen Kirche in Marktbreit geht nicht richtig. Und immer wieder ein Stück falscher. Der falsche Glockenschlag fiel nicht nur Stadtrat Harald Damm auf, der es sicher auch in Vertretung vieler Marktbreiter am Montagabend in der jüngsten Stadtratssitzung ansprach und auch Antwort bekam.
Die Schustergasse in Marktbreit soll saniert werden. Das beschlossen die Stadträtinnen und Stadträte in der jüngsten Sitzung. Ob die Kosten in Höhe von 1,25 Millionen Euro und auch die Zeitplanung mit einer Ausführung bereits im kommenden Jahr realistisch sind, wurde dabei allerdings bezweifelt. Foto: Robert Haass

Die Uhr am Turm der evangelischen Kirche in Marktbreit geht nicht richtig. Und immer wieder ein Stück falscher. Der falsche Glockenschlag fiel nicht nur Stadtrat Harald Damm auf, der es sicher auch in Vertretung vieler Marktbreiter am Montagabend in der jüngsten Stadtratssitzung ansprach und auch Antwort bekam.

Der Grund: Die Kirche wird gerade saniert. Da muss der Strom immer wieder mal abgestellt werden und die Uhr bleibt stehen. Wird die Energie wieder eingeschaltet, startet auch die Uhr wieder, aber halt etwas später. Dann jedesmal die korrekte Uhrzeit zu stellen - dafür benötigt es eine Bamberger Spezialfirma und die verlangen für die korrekte Zeit jedes Mal 1200 Euro. Also möchte die Kirchenverwaltung, so Stadträtin Christiane Berneth, warten, bis der Strom, baubedingt, nicht mehr abgeschaltet werden muss. Bis dahin könnte auch das Leutwerk abgestellt werden, so Berneth. Warum das nicht geschieht, blieb unklar.

Grundsätzlich möchte der Stadtrat Freiflächen-Photovoltaikanlagen in der Gemarkung genehmigen. Eine Kommission hat dafür Kriterien erarbeitet, die in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen und am Montag veröffentlicht wurden. Zehn Prozent der Fläche sollen es in Marktbreit sein, die allerdings mit beschlossenen und beantragten Grundstücken bereits ausgelastet sind. Von den 950 Hektar Fläche in Gnodstadt sollen fünf Prozent, also rund 48 Hektar, genehmigt werden. Hier spielt dann auch die Bodenqualität eine Rolle: 45 Bodenpunkte dürfen nicht überschritten werden.

Die Bauausführung soll im kommenden Jahr erfolgen

"Die Schustergasse ist schon lange fällig", sagte Bürgermeister Harald Kopp zu den Plänen, die Straße in der Innenstadt zu sanieren. Den Rätinnen und Räten lag dazu eine Kostenschätzung für die Oberflächengestaltung in Höhe von rund 730.000 Euro und für Wasser, Kanal und Beleuchtung in Höhe von 520.000 Euro vor. "Die Straße wird danach nicht mehr aussehen, wie jetzt", prognostiziert der Bürgermeister. Auch wenn wie Alexander Mader die Kosten anzweifelte, stimmten am Ende alle einer Auftragsvergabe an die Büros Schlicht/Lamprecht und Horn zu. Die Planung soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein und die Bauausführung 2023 erfolgen – ein Zeitplan, den Kopp als etwas optimistisch einschätzte.

Mit dem Satzungsbeschluss endet nun auch die 5. Änderung des Bebauungsplans Mühlsteige, ein Verfahren, das sich nun seit 2019 hinzieht und eine Modernisierung des Jahrzehnte alten Planwerks ist. Vor dem Satzungsbeschluss wurden die Bedenken und Anregungen der Träger öffentlicher Belange und von privat aus der öffentlichen Auslegung beraten und beschlossen.

Kritik an der Höhe des Grundsteuerhebesatzes

Am 27. Juni findet ab 17 Uhr in der Mehrzweckhalle in Marktsteft eine VG-weite Informationsveranstaltung zur neuen Grundsteuer statt.

Zuhörer Werner Fuchs monierte die Höhe des Grundsteuerhebesatzes in Marktbreit, der weit über dem Durchschnitt anderer Gemeinden liege. Die 450 Prozent könnten doch bei der anstehenden Haushaltsberatung am 20. Juni reduziert werden. Ein Vorschlag, der beim Bürgermeister nicht auf offene Ohren stieß: Erst sollten die Folgen der in diesem Jahr anstehenden Grundsteuer-Reform abgewartet werden, ehe über eine Steuersenkung beraten wird.