Auch Mainstockheim muss beim Kindergarten „nachrüsten“. Wie in vielen anderen Gemeinden im Landkreis auch, sind die Verantwortlichen von der positiven Entwicklung der Geburtenzahlen überrascht. Der erst vor wenigen Jahren erweiterte Kindergarten, Träger ist die evangelische Kirchengemeinde, ist schon wieder zu klein. Die Bedarfsplanung, vom Gemeinderat am 14. April festgestellt, stellt das Fehlen von 14 Krippenplätzen fest. Am Donnerstagabend diskutierten die Räte das weitere Vorgehen.

Vor zwei Jahren so Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs, gab es in Mainstockheim 14 Geburten – diese Zahl ist in diesem Jahr jetzt schon erreicht und es sind weitere Neugeborene zu erwarten. Eine positive Entwicklung, die für die Gemeinde Folgen hat: Die Zahl der Krippenplätze reicht schon wieder nicht mehr aus.

Unter Belegung aller Notplätze, so ein Gespräch mit der Kindergartenleitung, könnten im September noch alle Kinder aufgenommen werden. Spätestens im Januar klappt das allerdings nicht mehr. „Die spannende Frage ist, wie und wo erweitern wir, was macht Sinn“ so Fuchs.

Dazu sind allerdings noch weitere Fragen zu klären. Denn weder die Gemeinde, noch die Kirche haben Finanzmittel für eine Kindergartenerweiterung in ihre Haushalte eingestellt. Von Seiten der Landeskirche fehlt ebenso noch ein Aussage zur Bezuschussung.

Förderprogramm läuft aus

Klar ist nur: Das Krippen-Förderprogramm des Freistaats gibt nur noch Gelder bis zum 31. Dezember 2016. Bis dahin müssen die Pläne vorgelegt, genehmigt und die Zuschusszusage da sein. Dann gibt es pro Platz eine Förderung in Höhe von knapp 10 000 Euro – es muss aber bis Ende 2017 gebaut und abgerechnet sein. Die Zeit drängt also.

In der Sitzung zeigten sich die Räte einverstanden, dass die Kirche, sie ist Grundstückseigner, die Trägerschaft für die Erweiterung übernimmt, auch wenn am derzeitigen Standpunkt dies nicht realisierbar ist und eine Einrichtung an einem anderen Standort erforderlich wird.

Grundsätzlich stimmten die Räte einer Erweiterung des Kindergartens um eine Krippengruppe mit der maximal möglichen Zahl zu.