Es war nicht nur einfach ein Lob, das Kreisbrandrat Roland Eckert anstimmte. Es war schon fast ein ganzes Loblied. "Großlangheim ist zu beneiden ob der hohen Zahl an Aktiven in der Freiwilligen Feuerwehr. Die Feuerwehrwelt ist hier in Ordnung, woanders sind da ganz andere Verhältnisse und ich fühle mich wohl bei euch". Eckert geriet fast ins Schwärmen, als er bei der Jahreshauptversammlung der Wehr in der vollbesetzten Fahrzeughalle des Gerätehauses auf die Situation in der Wehr einging.
Dazu beigetragen hat auch Daniel Henke. Seit 60 Jahren gehört er zur Basis der Großlangheimer Feuerwehr, für die er in Verein und Wehr viel geleistet hat. "Er ist jetzt noch Teil des Vereinslebens und eine treue und zuverlässige Stütze bei den Veranstaltungen", sagte die Vereinsvorsitzende Roswitha Hadwiger in ihrer Laudatio. Besonders freute sie, "dass er sein Feuerwehr-Gen an seine Söhne Norbert, der viele Jahre 1. Kommandant war, und Gerald, unseren jetzigen 2. Kommandanten, weitergegeben hat. Und Enkel Sebastian ist schon in der Jugend-Feuerwehr".

Mit 18 zur Feuerwehr

Daniel Henke kam 1952 als 18-Jähriger zur Feuerwehr und blieb bis 1994 in den Reihen der Aktiven, seitdem steht der Einsatz im Verein im Vordergrund: "Der Dienst in der Feuerwehr hat mir von Anfang Spaß gemacht, ich habe ihn sehr gerne verrichtet, man kann da vielen Leuten helfen und daher war es für mich keine Frage, dabei zu bleiben". Die Mithilfe bei Veranstaltungen wie Wein- oder Waldfest ist für ihn selbstverständlich: "Der Verein hat mir ebenfalls imponiert, ich setze mich da gerne ein und werde auch weiterhin mithelfen, solange es noch geht".
Auch Landrätin Tamara Bischof ermutigte Daniel Henke und seine Kollegen. "Hier passt alles, die Großlangheimer können stolz auf ihre Dorfgemeinschaft sein und es klappt bestens bei der Feuerwehr", meinte Bischof. Sie stellte auch "Sachverstand und Kompetenz" der Verantwortlichen heraus "und wir wissen, was wir an den Feuerwehrleuten haben".

Viel Einsatz für gemeinsame Aktivitäten

Roswitha Hadwiger sah nicht nur die sehr hohe Einsatzbereitschaft der 64 Aktiven, 13 Jugendlichen und mancher passiven Mitglieder als Basis für gut funktionierende Wehr und Verein, sondern auch die sehr gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, der Sanitätsbereitschaft und der Führung der Landkreisfeuerwehr. Den Dank an die Gemeinde gab Bürgermeister Karl Höchner zurück: "Ich kann nur die hervorragende Arbeit loben, die von den maßgeblichen Leuten geleistet wird. Als Bürgermeister bin ich da ein zufriedener Mensch".
Kommandant Andreas Sterk berichtete von den verschiedenen Übungen, Schulungs- und Ausbildungsabenden, bei denen es auch um den Umgang mit dem Defibrillator und um Erste Hilfe ging, den Leistungsprüfungen im Bereich "Technische Hilfeleistung" und dem Wissenstest der Jugendfeuerwehr. Seit kurzem ist die Wehr im Besitz einer hochwertigen Wärmebildkamera, "die dank eines kräftigen Zuschusses durch den Freistaat und die Gemeinde angeschafft werden konnte".
Der Kommandant ging außerdem auf die neun Einsätze ein, die vom "Türeöffnen" über zweimaligen Einsatz in der Kompostanlage bis hin zum Brand in einer Gerätehalle reichten, bei dem die kompletten Wehren aus Groß- und Kleinlangheim und Wiesenbronn im Einsatz waren: "Da wurde allerdings sichtbar, dass unser LF 16 auch mit nur drei Leuten schlagkräftig sein kann".

Alarm übers Handy

Eine Neuerung gibt es bei der Alarmierung, da seit April die Aktiven auch per Handy erreicht werden können, "sie kann und darf aber nicht die Alarmierung durch Piepser und Sirenen ersetzen".
Was sich alles im Verein tat, listete Schriftführerin Regina Sterk auf, die auf Wald- und Weinfest, Ferienpassaktion und den Ausflug in die Fränkische Schweiz einging. Sie bedauerte, dass die inzwischen traditionelle Hausparty von Wehr und Sanitätsbereitschaft aufgrund des geringer gewordenen Zuspruchs nicht mehr stattfinden wird. Im Verwaltungsrat überlege man deshalb, wie in Zukunft ein gemeinsamer geselliger Abend der beiden Organisationen gestaltet werden könnte: "Wer eine Idee hat, soll sich melden, wir freuen uns über Vorschläge".
Zufrieden waren die Anwesenden auch mit den Aussagen von Schatzmeisterin Margerete Sterk, die zwar ein Minus in der Endabrechnung vorlegte, "aber die Ausgaben waren für die Aktiven, insbesondere für die Ausrüstung des LF 16, den Atemschutz und die Wärmebildkamera". Die Revisoren hatten nichts zu beanstanden, dem Vorstand wurde einstimmige Entlastung erteilt.

Die Geehrten

60 Jahre Daniel Henke;
40 Jahre Herbert Pfriem, Konrad Pfannes;
25 Jahre Günter Bergmann, Gerald Henke.