Der zweijährige Kater Milo war Ende vergangenen Jahres von einem Metallstab aufgespießt worden. Ein Tierarzt konnte sein Leben retten, alles schien wieder gut – doch drei Monate später verschwand Milo spurlos.

Einfach nicht mehr aufgetaucht – das galt im Sommer dieses Jahres auch für den vierjährigen Kater Andy. Am Samstagabend aalte er sich noch auf der heimischen Terrasse – am Sonntag verlor sich seine Spur.

Die schwarzen Katzen gehörten zu Marianne Peterson und Andrea Pfeiler aus Hohenfeld. Die Freundinnen konnten schon bald nicht mehr an einen Zufall glauben. Seit Herbst vergangenen Jahres gehen in dem Kitzinger Stadtteil seltsame Dinge vor sich, an einen Zufall glauben die Frauen längst nicht mehr. Sechs Tiere sind seither verschwunden, drei weitere wurden tot gefunden.

Sie schlossen sich mit sechs weiteren Betroffenen zusammen, um gemeinsam bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt zu erstatten. Zudem starteten die beiden Frauen eine Suchaktion.

Sie hängten in Hohenfeld Plakate auf, um auf die mysteriösen Vorfälle aufmerksam zu machen und die Bürger zu warnen: Wem ebenfalls Katzen abhanden gekommen sind oder wer verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich bei ihnen melden.

„Die Leute sind entsetzt“

Im Ort zeigen die Vorfälle inzwischen Wirkung: „Die Leute sind entsetzt“, berichten die Katzenliebhaberinnen. Zumal inzwischen bekannt wurde, dass Mitte Mai auch ein Jagdhund auf unerklärliche Weise ums Leben kam.

Wie sich bei einer entsprechenden Blutuntersuchung durch den Tierarzt herausstellte, starb das Tier an einer Strychnin-Vergiftung. Auch in diesem Fall läuft eine Anzeige bei der Polizei, weil eines klar ist: Strychnin liegt nicht einfach so herum.