Immobilieninvestor Wolfgang Rosentritt möchte möglichst schnell loslegen: Im Kitzinger Stadtteil Etwashausen will er an der Nordtangente ein Einkaufszentrum bauen. Ein Vollsortimenter, ein Discounter und ein Drogeriemarkt sollen auf dem ehemaligen Bahnhofsgelände entstehen. Das Areal würde damit den Stadtteil Etwashausen versorgen, würde bis Albertshofen und Großlangheim ausstrahlen und hätte zugleich die vielen vorbeifahrenden Pendler im Auge. Der Stadtrat müsste dafür den Flächennutzungsplan ändern und einen Bebauungsplan für die Einzelhandelszone aufstellen.

Rosentritt will aber nicht nur neu bauen; er möchte auch umbauen. Das ehemalige Kaufhaus Storg hat zwar im Erdgeschoss gewerbliche Nutzer wie NKD und Rossmann, aber in den oberen Etagen funktioniert das nicht. Oft winken Interessenten wegen fehlender Parkpätze ab, so hat es Rosentritt in einer früheren Stadtratssitzung berichtet. Deshalb plant er, das Gebäude zu sanieren, zum Teil aufzustocken und in den oberen Etagen Wohnraum zu schaffen. Erste Überlegungen will der Immobilienunternehmer in der Stadtratssitzung vorstellen.

Vhs organisiert sich um

Die Organisation und die Personalstellen für die Volkshochschule Kitzingen stehen auf dem Prüfstand. Anlass ist der Ende 2021 bevorstehende Abschied von Geschäftsstellenleiter Richard Arndt-Landbeck aus Altersgründen. Zurzeit bildet Arndt-Landbeck mit der Vhs-Leiterin Cornelia Rauh eine Doppelspitze. Die Verwaltung schlägt drei Modelle für die künftige personelle und organisatorische Ausrichtung der Vhs vor. Sie sollen sicherstellen, dass die Programmbereiche erhalten, wenn nicht ausgebaut werden. Gerne würde die Vhs noch den Bereich "Grundbildung Alphabetisierung" aufnehmen.

In einer vergangenen Stadtratssitzung hatten Vorschläge für eine Reform der Friedhofsgebühren für Aufsehen gesorgt. Weil die Gebühren viele Jahre nicht erhöht worden waren, wären zum Teil Verdoppelungen fällig gewesen. Gesetzliche Vorgabe ist nämlich, dass das Friedhofswesen kostendeckend arbeiten muss. Die Stadt kann also nicht unbegrenzt Defizite aus allgemeinen Steuermitteln finanzieren. Da einige Stadträte die von der Verwaltung vorgeschlagenen Erhöhungen dennoch als zu gravierend empfanden, forderten sie eine Überarbeitung für die aktuelle Sitzung an. Dieser Vorschlag wird nun vorgelegt.

Außerdem auf der Tagesordnung: die Vereidigung des Hoheimer Ortssprechers Dieter Pfrenzinger und ein Rückblick auf das Tourismusjahr unter Corona-Bedingungen sowie die Planung für das kommende Jahr.