Wenn das kein Grund zum Feiern ist: Die erste urkundliche Erwähnung von Wiesenbronn vor 1200 Jahren, die Weinkost und die Inthronisation der neuen Weinhoheit werden am Sonntag, 29. Mai, Besucher aus nah und fern in die Weinbaugemeinde locken. In und um den Seegarten und an markanten und bedeutenden Punkten und Gebäuden des Ortes wird Wiesenbronner Geschichte erlebbar. Für den Jubiläumstag wird ein besonderer Jubiläumswein angeboten.

Der Festtag beginnt mit einem Gottesdienst im Seegarten um 10.30 Uhr mit Kirchen- und Posaunenchor und um 11.30 Uhr gibt es eine Führung in der Kirche. Führungen zu den verschiedenen Stationen sind ab 13 Uhr angesetzt und ab 14 Uhr werden Männerchor und Dreiklang für Lieder sorgen. Es erklingen zudem die Steigerwaldhörner, die Kleinsten aus dem Kindergarten sind auch gesanglich mit von der Partie. Die „Rathausmannli“ werden leibhaftig zu sehen sein und berichtet wird vom bekannten Waldstreit zwischen Wiesenbronn und Iphofen. Der Spielmannszug wird die Krönung der neuen Weinprinzessin Miriam Kahl musikalisch ankündigen und Böllerschüsse der Schützen dürfen am Ende der Zeremonie nicht fehlen.

Zu den Stationen rund um den Seegarten gehören der Lehmatraterbrunnen, genannt nach dem Spitznamen der Wiesenbronner, Sühnekreuze und Ausstellung der Siebener, die Gemeindeschmiede, in der die Landfrauen auf alte Weise Wäsche waschen, weben und bleichen, eine Münzpresse, an der sich jeder sein Exponat selbst pressen kann und die Kunst des Stoffdrucks, die Mitglieder der Kirchengemeinde vorführen. Der Kindergarten lädt zu einer Zeitreise von der Steinzeit bis heute in einer Zeitmaschine ein. Außerdem sind da noch die Eich, in der früher die Weinfässer und Behälter geeicht wurden, als es noch Küfer gab, das Flachsbrechhaus mit einer Ausstellung zum Flachsanbau und mit Klöppelfrauen, das ehemalige Casteller Amtshaus und jetzige Weingut Georg Fröhlich, in dem eine Bilderschau früherer Festumzüge präsentiert wird. Im Haus der Familie Fritz Fröhlich, das früher als Teil der Kirchenburg Kelter- und Kastenhaus war, kann man einen Blick in den Keller und auf die Geschichte des Hauses werfen, wie auch in den Gewölbekeller der Familie Heinrich Hofmann. Zu den prägenden Gebäuden im Ort gehören das im Jahr 1724 erbaute Barockrathaus, in dem eine Ausstellung der Montagsmaler zu sehen ist, und die über 400 Jahre alte Kirche. Im Rathaus hängen Bilder der Markungsumgänge.