Steinzeitliche Waffen und Geräte, der Alltag im frühen Mittelalter, mittelalterliche Handarbeitstechniken, der Bronzeguss und die Merowinger waren das Thema beim Museumstag in Segnitz. Unter dem Motto „Vergangenheit erleben“ beteiligte sich das Museum Segeum wieder mit einem reichhaltigen Programm an dieser internationalen Aktion und bot Gelegenheiten zum Mitmachen und Zuschauen.

Dabei sorgten nicht nur die hochsommerlichen Temperaturen für große Hitze. Heiß ging es vor allem bei einem Bronzegießer zu, der mit antiker Technik historische Motive formte und aus einer Kupfer-Zinn Legierung Bronzeschmuck goss. Daneben zeigte eine Gruppe aus der Merowingerzeit, wie die ersten Segnitzer um 700 nach Christus Wolle färbten und zu Textilien verarbeiteten, während ein Krieger aus dieser Zeit seine Ausrüstung vorführte.

Wie man steinzeitliche Waffen und Geräte herstellte und anwendete, wie man einst Feuer machte, Löcher in Steine bohrte oder welcher Klebstoff zur Verfügung stand, erklärte ein experimenteller Archäologe mit selbst gefertigten Exponaten. Daneben stellte ein Wikinger Ausrüstungsgegenstände aus dem frühmittelalterlichen Alltag vor und zwei Frauen zeigten Handarbeitstechniken aus dieser Zeit.

Darüber hinaus stand das Museum Segeum mit den bronze- und hallstattzeitlichen Funden und der Ausstellung „Bestattungskultur von der Jungsteinzeit bis ins frühe Mittelalter“ bei freiem Eintritt offen.

Für die ganz jungen Archäologen bot eine Schatzsuche die Möglichkeit, so manchen Fund zu entdecken und auszugraben. Fantasie und Kreativität waren zudem beim Schmuck basteln oder beim Tonen gefragt.