Zum 44. Seniorennachmittag im Dekanatszentrum kamen am Samstagnachmittag so viele betagte Bürger wie noch nie. Vor den Damen und Herren machte Landrätin Tamara Bischof deutlich, dass anfangs rund 200 Menschen mit mehr als 90 Lebensjahren im Landkreis lebten, heute seien es über 800.

Bischof bescheinigte den Senioren, zur gesellschaftlichen Mitte zu gehören. Sie erinnerte an das seitens der Staatsregierung versprochene Ziel der Barrierefreiheit bis 2023, das im Landkreis vor allem an Bahnhöfen längst nicht umgesetzt sei. Die Kommunen hingegen befänden sich auf einem guten Weg.

Pfarrer Navi Philip erzählte in seinem Grußwort von seiner Heimat Neu-Guinea. Hausherr Lorenz Kleinschnitz erinnerte sich an die Zeit mit seiner 60-jährigen Oma. Heute, so Kleinschnitz, seien 85-Jährige so fit wie damals die 60-Jährigen.

Traditionell überreichte Landrätin Tamara Bischof Blumen und Bocksbeutel an die ältesten der gekommenen Senioren. Ältester Teilnehmer war Wilhelm Herlt aus Volkach mit 101 Jahren, älteste Teilnehmerin war Ilse Schaal (Dettelbach) mit 99 Jahren, sie macht in Kürze 100 Jahre voll.

Gleichaltrig fanden sich Theresa Mann aus Dettelbach und Josef Wiegand aus Kitzingen mit jeweils 96 Jahren auf den zweiten Rängen. Alle freuten sich über die Gratulation von Eva Schüßler von der Fränkischen Winzertanzgruppe Iphofen, die mit fünf Jahren jüngste Teilnehmerin war. Bei Kaffee und Kuchen unternahm Karin Böhm einen unterhaltsamen Streifzug durch das Innenleben fränkischer Menschen.