Die Planungsphase ist gelaufen und in den kommenden Wochen laufen die Ausschreibungen für den Kindergartenanbau in Markt Einersheim. Beim Ortstermin des Gemeinderats erläuterte die Bad Windsheimer Architektin Stefanie Keller die nächsten Schritte und verteilte den Bauzeitenplan. Nach der Ausschreibung möchte der Gemeinderat in seiner Sitzung am 12. Mai die ersten Aufträge vergeben und im Juni sollen die Bauarbeiten starten.

Bevor es losgeht, packen erst einmal Elternbeiräte und die Mannschaft des Bauhofs mit an, um die Außenspielgeräte zu versetzen und Platz für den 280 Quadratmeter großen Erweiterungsbau zu schaffen. Der Kindergarten war ursprünglich 1979 eingeweiht und ein paar Jahre später auf die heutige Größe erweitert worden. Der jetzige Anbau ist nur in nördlicher Richtung machbar. Nach der Fertigstellung ist Platz für 75 Kinder in jeweils zwei Kindergarten- und Kinderkrippen-Gruppen.

Einzug soll nächsten Sommer sein

Das Projekt ist mit einer Million Euro veranschlagt und soll planmäßig im Sommer kommenden Jahres einzugsbereit sein. "Wir hoffen, dass wir gute Angebote hereinbekommen", meinte Bürgermeister Herbert Volkamer, denn in der heutigen Zeit werde es in Firmen bisweilen knapp mit Material. Beim Ortstermin dankte Kindergartenleiterin Claudia Kräutlein der Ratsrunde für die Unterstützung und den Erweiterungsbau, mit dem provisorische Lösungen ein Ende haben werden.

Weitere Themen im Markt Einersheimer Rat waren:

Die Tartanbahn am Sportplatz wird erneuert, dazu hatte das Ortsoberhaupt gute Nachrichten: Denn die Entsorgung des alten Materials war mit 13 500 Euro veranschlagt worden. Doch dank des Einsatzes der Bauhofmannschaft fielen nur 3500 Euro für die Materialentsorgung an, ergo: 10 000 Euro konnten eingespart werden. Sobald es tagsüber durchgehend mindestens acht Grad Celsius hat, werden der neue Asphalt und darüber die Tartanschicht an der Oberfläche eingebaut, was 30 000 Euro kosten wird.

Kaum Möglichkeiten für ein Baugebiet

Markt Einersheim hat nahezu keine Möglichkeit mehr, ein Baugebiet zu verwirklichen. Knackpunkte sind unter anderem die B 8, die Eisenbahnlinie und die topografischen Lage. Eventuell könnten in naher Zukunft zehn bis zwölf Bauplätze entstehen, wenn die Gemeinde zwei Grundstücksbesitzer überzeugen kann, ihre Grundstücke mit zusammen knapp einem Hektar Fläche im Anschluss an die Badstraße zwischen Bauhof und Terrassenbad zu verkaufen.

Die Ratsrunde schaute auch am Bauhof vorbei, wo am Gebäude die alten Eternitplatten entfernt werden und mit neuen Blech-Sandwichplatten ein neues Dach aufgebaut wird. Die Arbeiten werden vermutlich im Herbst durchgeführt, wenn die Hauptsaison der Vegetation gelaufen ist und die Bauhofmannschaft mehr Luft für diese Aktion hat.

Geschätzte 10 000 Euro nimmt die Gemeinde in die Hand, um einen 250 Meter langen Abschnitt der Straße hinter dem Schlosspark abfräsen und neu asphaltieren zu lassen.

Für die Sanierung des Gebäudes Marktplatz 1 zum Haus der Dorfkultur laufen die von Architekt Walter Böhm vorbereiteten Ausschreibungen und in der Mai-Sitzung will der Gemeinderat die Aufträge vergeben.

Die Ratsrunde stimmte einem mit knapp 5000 Euro taxierten Vertrag mit dem Landschaftsarchitekten Marcus Viebahn zu. Es handelt sich um die Leistungsphasen fünf bis acht bei der Bepflanzung von Randstreifen in der Bahnhofstraße.