Für das neue Rödelseer Baugebiet "Am Schwanberg" bleiben die versprochenen Quadratmeterpreise. Mit dem Bauunternehmen Markgraf aus Bayreuth ist eine Firma für die Erschließung gefunden, die Arbeiten können beginnen. Ab 1. Juli 2024 dürfen Häuser gebaut werden.

Eineinhalb Stunden hatte der Rödelseer Gemeinderat hinter verschlossenen Türen getagt und sich mit den Kosten für das Baugebiet "Am Schwanberg" beschäftigt. Vor der Türe des Löwenhof-Saals indes wuchs die Besucherzahl aus Bauwerbern und Anliegern stetig an. Die einen, weil sie wissen wollten, ob es teurer wird und wann es nun endlich losgehen kann, die anderen, weil sie Angst hatten, dass die Erschließungswege über die Jahnstraße oder die Alte Iphöfer Straße führen. Rund 20 Besucher füllten dann die Zuhörerplätze.

Viel wurde vor der verschlossenen Türe diskutiert, viele Befürchtungen geäußert. Letztendlich gab es nach öffentlicher Bekanntgabe der Beschlüsse und Zahlen durch Bürgermeister Burkhard Klein und Robert Rüger von der Firma KFB (Kommunales für Bayern), die die Erschließungsträgerschaft als Partner der Gemeinde Rödelsee übernommen hat, Applaus aus den Reihen der Zuhörer.

Postleitzahl als Begrüßungsgeld 

"Allen Gerüchten zum Trotz: Es wird nichts teurer", verkündete Bürgermeister Burkhard Klein zu Beginn der Sitzung. Die Firma Markgraf habe ein wirtschaftliches Angebot für das "größte Tiefbauprojekt der Gemeinde" abgegeben.

Zudem habe der Gemeinderat beschlossen, das Begrüßungsgeld für Neubürger von 500 auf rund 1000 Euro, genau auf 973,48 Euro, was der Postleitzahl angelehnt ist, erhöht. Diese Summe können Neubürger in Rödelsee ausgeben und bekommen den Betrag gegen Nachweis durch Belege erstattet. Des Weiteren kann ein Ökozuschuss von 1000 Euro gewährt werden. Da auf der Fläche des neuen Baugebiets bereits die Archäologen Funde entdeckt und untersucht haben, könnten auch auf Grundstücken noch archäologisch interessante Dinge liegen. Um die Angst zu nehmen, übernimmt die Gemeinde laut Bürgermeister Klein für Ausgrabungskosten 1000 Euro. Für Härtefälle steht noch ein Deckungsfonds von 50.000 Euro zur Verfügung. "Das wir die Bauwerber nicht belasten", versicherte Klein.

Grundstücksgrößen sind noch offen

Robert Rüger, Firmengründer der KFB, informierte, dass acht von zwölf am Erschließungsauftrag interessierten Firmen ein Angebot abgegeben hätten. Bis Ende 2023 könnten die meisten Arbeiten fertig sein, Ende März 2024 werde die Baustelle "besenrein" sein. Am 31. Mai 2024 soll das erschlossene Baugebiet an die Gemeinde übergeben werden, wenig später kann gebaut werden. "Wir leben in Krisenzeiten", meinte Rüger, doch er ist zuversichtlich, die Termine halten zu können, denn die Verträge seinen ausgehandelt, fair und anständig. "Sie bekommen sichere Preise", versicherte Rüger. Noch nicht sicher seien die Grundstücksgrößen. Die könnten nach der exakten Vermessung noch um etwa einen Quadratmeter rauf oder runter variieren.

Rüger versprach Transparenz und eine Zusammenarbeit mit den Anliegern. Zudem werde es eine eigene Baustraße zwischen Sportheim und den Sportanlagen geben, über die der Baustellenverkehr bis zur Fertigstellung des Kreisverkehrs ausschließlich laufen werde.

"Es wird gut", meinte Klein, der alle mit ins Boot nehmen möchte. Es werde ein ökologisch sehr hochwertiges Baugebiet mit 600 Bäumen und 3000 Büschen und einer Wasserrückhaltung. Auch die Jahnstraße werde ohne Anliegerbeiträge verbessert.